Christian Hencke, FFC GmbH, zur südafrikanischen Steinobstsaison:

"Investitionen ins Sortenspektrum tragen nun Früchte"

Die südafrikanische Steinobstsaison kommt dieses Jahr (2021-2022) recht spät in Schwung. "Wir hatten einen relativ kühlen Frühling ohne Hitzeperioden, während vor allem Aprikosen und Nektarinen besonders bei hohen Temperaturen um 30-35 Grad wachsen und reifen. Dementsprechend bekommen wir erst diese Woche erste größere Mengen, weshalb wir das komplette Weihnachtsgeschäft verpasst haben", so Christian Hencke, spezialisierter Importeur und Geschäftsführer der Firma FFC Fresh Fruit Company GmbH mit Sitz in Hamburg. 

Trotz der erheblichen Verspätung seien die Qualitäten zu Saisonbeginn überaus zufriedenstellend, die Notierungen liegen etwa auf dem Vorjahresniveau. "Im Vorjahr stießen zu viele Container in der KW 5 und 6 zusammengeballt auf den Markt, weshalb eine Überversorgung entstand. Darauffolgend saßen wir dann kurzweilig auf dem Trockenen, da auch die Temperaturen bei -12/-16°C lagen", blickt Hencke zurück. Dieses Jahr wird es voraussichtlich in der KW 2-3 eine Preisanpassung geben, um den Warenstrom entsprechend anzukurbeln. "Insofern ist die Situation für uns nicht besorgniserregend und wir bleiben zurückhaltend optimistisch."


Flavor Fall (l) und Sweet Christine / Bild: FFC Fresh Fruit Company GmbH 

Entwicklung des Sortenspektrums
Das Hamburger Importunternehmen FFC Fresh Fruit Company GmbH steht bereits seit 19 Jahren in engem Kontakt mit südafrikanischen Lieferanten und widmet sich seit einigen Jahren primär dem Import von Übersee-Steinobst. Aufgrund des hohen Exportpotenzials haben die Südafrikaner vermehrt ins Sortenspektrum der Steinfrüchte investiert. "Alte Sorten wie Pioneer und Sapphire werden durch innovative Sorten im mittleren und späten Bereich wie Polaris, Sweet Christine und Queen Elsa abgelöst. Diese Entscheidung trägt nun Früchte", beobachtet Hencke.


Pflaumen der Sorte Ruby Sun / Bild: FFC Fresh Fruit Company GmbH  

Das Steinobstgeschäft sei gemäß Hencke nach wie vor sehr temperaturabhängig. "Sobald die Temperaturen draußen steigen, etwa ab März, nimmt der Bedarf zusehends zu. Südafrika hat sich gerade durch das ausgeklügelte Sortenspektrum einen hohen Stellenwert in der zweiten Saisonhälfte erarbeiten können. Letztes Jahr haben wir bis in den Mai hinein südafrikanische Steinfrüchte vermarkten können, weil die spanischen Frühsorten einfach noch nicht die Essqualität haben, wie wir sie in diesem Zeitraum liefern können. Ab März-April spüren wir jedoch auch die Konkurrenz von chilenischer Ware."


Eine Frau im Packhaus, rechts: Rote Pflaumen der Sorte Polaris

Hoher Bedarf an Nektarinen und verpackten Aprikosen
Das Verkaufspotenzial müsse laut Hencke je nach Produktkategorie differenziert werden. "Vorgereifte und handverlesene Nektarinen etablieren sich als absoluter Top Seller. Auch weißfleischige Nektarinen konnten sich zum Teil auch wegen der Sorteninnovationen durchsetzen. Pfirsiche sind hingegen eher ein kleiner Artikel. Bei den Aprikosen tendiert der LEH seit zwei Jahren weg von loser zu abgepackter Ware. Wir haben mit nachhaltigen Pappschälchen entsprechend auf diese Tendenz reagiert. Bei den Pflaumen wiederum beobachten wir einen starken Trend hin zu rotfleischigen Sorten."


Garofa / Bild: FFC Fresh Fruit Company GmbH  

Trotz alarmierender Nachrichten konnte die Warenbeschaffung bisher problemlos aufrechterhalten bleiben. "Ware ist genügend da, wir spüren aber einen harten Wettbewerb rundum die LEH-Programme. Da steht immer einer im Rücken", so Hencke, der auf den zweitgeteilten Absatzmarkt hinweist. "Wir liefern unsere Steinfrüchte nicht nur in großen Mengen an den deutschen und österreichischen LEH, sondern auch Mischpaletten an die deutschen Großmärkte. In letzterer Sparte hat es gerade wegen den boomenden Lieferservices, Facheinzelhandel und Wochenmärkten eine beachtliche Nachfragesteigerung gegeben."

Weitere Informationen:
Christian Hencke
FFC Fresh Fruit Company GmbH
Oberhafenstraße 1
Fruchthof, 2. Stock
D – 20097 Hamburg
Tel.: +49 40/32 52 97 – 28 / – 29
Fax.: +49 40/32 52 97 31
E-Mail: info@freshfc.de       
www.freshfc.de       


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