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Thomas Franz von Früchte Franz am Großmarkt Berlin:

"Mir fällt kein Produkt ein, das nicht teurer geworden ist"

Mit etwa 3,7 Millionen ist Berlin die einwohnerstärkste Stadt Deutschlands und verfügt über eine Fülle an verschiedenen Gastrobetrieben. Gerade diese Betriebe sind besonders stark von den Corona-Maßnahmen und Auswirkungen betroffen. Das bemerkten auch Gastrolieferanten wie Thomas Franz von Früchte Franz am Berliner Großmarkt. "Der Verkauf ist momentan etwas ruhiger. Es wird generell überall etwas verhaltener. Die Stimmung bei unseren Kunden ist eher schlecht, zumal wir ausschließlich die Gastronomie beliefern." Auch am Großmarkt sei die Stimmung momentan etwas gedrückt.  

Franz vermutet, dass sich die angespannte Lage, gerade für die Gastronomie, noch bis Februar hinziehen wird. "In der Gastronomie kann das Weihnachtsgeschäft nur dann florieren, wenn auch Weihnachtsfeiern stattfinden", sagt Franz. Er habe von verschiedenen Gastronomen erfahren, dass jegliche größeren Weihnachtsfeiern abgesagt worden sind. "Zwar gibt es noch einzelne Familien, die vor Ort essen, aber die Leute sind natürlich verunsichert. Einerseits möchten die Firmen mitunter nicht, dass ihre Mitarbeiter mehrere Stunden irgendwo beisammensitzen, andererseits ist es bei den aktuellen Temperaturen auch nicht so ohne Weiteres möglich, das Ganze nach draußen zu verlagern."

Anfang des Jahres sah es für Früchte Franz auch nicht besonders rosig aus. "Wir hätten Coronaförderungshilfen bekommen sollen, allerdings hat sich der Auszahlungsprozess über Monate hingezogen, weshalb wir zwischenzeitlich die Befürchtung hatten, unseren Betrieb schließen zu müssen. Wären die Förderungen noch später gekommen, hätten wir unseren Betrieb mit eigenen Mitteln nicht mehr stemmen können." Im Juli/August sowie Oktober/November konnte er genügend erwirtschaften, um wieder auf den eigenen Beinen stehen zu können. "Aber seit Dezember sieht es wieder düster aus." Franz ist froh darüber, dass er niemandem aktiv kündigen musste. Allerdings konnten Zeitarbeitsstellen und Stellen, die von Mitarbeitern aufgrund hohen Alters gekündigt worden sind, nicht mehr nachbesetzt werden. 

Überall steigende Kosten und Preise
Die Qualitäten von Petersilie und Schnittlauch seien gut. Petersilie bezieht das Unternehmen momentan aus Italien und Schnittlauch teilweise aus Israel und Ägypten, doch habe er bei allen Produkten Lieferschwierigkeiten. "Das Problem ist aber nicht an bestimmten Produkten festzumachen, es liegt vielmehr an der Logistik. Wenn man das Volumen nicht mehr zusammenkriegt, sprich das Angebot oder aber die Nachfrage nicht mehr da ist, dann dünnt sich das ganze System natürlich aus. Außerdem fällt mir kein Produkt ein, das nicht teurer geworden ist. Gerade bei den Exoten schlagen sich die Logistikkosten nieder", sagt Franz. Früher hätte Franz zudem deutlich mehr Exoten verkaufen, nun besinnen sich viele Kunden eher auf Standardprodukte. 

Weitere Informationen
Thomas Franz
Alfred Franz Inhaber Thomas Franz e.K.
Beusselstraße 44 N–Q
10553 Berlin (Moabit)
Telefon: +49 (0)30 39 60 21 -0
Telefax: +49 (0)30 39 60 21 -30
info@fruechte-franz.de 
https://fruechte-franz.de/ 


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