Trotz guter Ernte weniger Kartoffeln in Brandenburg

Beträchtlicher Rückgang der Anbaufläche

In Brandenburg wurden 2021 auf 10 500 Hektar 365 700 Tonnen Kartoffeln gerodet. Das sind nach Informationen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg fast 29 000 Tonnen weniger als im Vorjahr. Im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt (2015 bis 2020) wurden jedoch 33 900 Tonnen mehr gerodet.

Ein Grund für die geringere Ernte war der Rückgang der Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr um fast 1 100 Hektar. Entscheidend war außerdem das Wetter während der Vegetationsperiode. Die Bestände entwickelten sich durch das kalte Frühjahr sehr zögerlich und litten teilweise unter Pilzinfektionen.

Überdurchschnittlicher Ertrag nach drei schlechten Jahren
Der Kartoffelertrag betrug 347,8 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha). Damit liegt der Ertrag um  2 Prozent über dem des Vorjahres und um 8 Prozent über dem sechsjährigen Durchschnitt.

Höherer Ertrag auf beregneten Flächen
Deutlich im Vorteil waren die Landwirte, die ihre Kartoffelfelder beregnen konnten. Die künstliche Wasserzufuhr erwies sich auf allen Standorten als besonders ertragsfördernd. Auf beregneten Feldern wurde im Durchschnitt ein Ertrag von 379,4 dt/ha gerodet, während er auf Flächen ohne Beregnung mit 309,1 dt/ha deutlich niedriger ausfiel.

Der Ertrag von Industriekartoffeln lag bei 374,3 dt/ha. Bei Speisekartoffeln wurde ein Ertrag von 312,5 dt/ha erzielt.

Quelle: Statistikamt Brandenburg


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