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Wie eine Zitrus-Packstation Xeresa zur zweitreichsten Gemeinde Spaniens machte

Xeresa ist plötzlich die zweitreichste Gemeinde Spaniens, zumindest für die spanische Steuerbehörde AEAT. Nach Angaben von AEAT für das Geschäftsjahr 2019 stieg das durchschnittliche Bruttoeinkommen der kaum mehr als 2.000 Einwohner zählenden Gemeinde von 21.177 Euro, was weit unter dem spanischen Durchschnitt von 28.384 Euro liegt, auf 69.313 Euro. In nur zwölf Monaten wurde somit ein Plus von 227% verzeichnet. 

So sprang Xeresa von einem Jahr zum nächsten von Platz 1.403 auf Platz 2 in Bezug auf das Einkommensniveau in Spanien. Im Jahr 2019 stand lediglich die Gemeinde Pozuelo de Alarcón über ihnen. In der valencianischen Gemeinschaft waren sie übrigens der unangefochtene Spitzenreiter. Wie hat der Ort das geschafft?

Alle hier wissen, wie das passiert konnte: eine ausgewachsene statistische Fata Morgana, denn Statistiken können in alle Richtungen interpretiert werden, wenn der zugrunde liegende Kontext verborgen bleibt.

Im Jahr 2019 kauften die Investmentfonds GPF Capital und Label Investments, das Investmentvehikel von Alexandre Pierron-Darbonne, einen bedeutenden Teil des Kapitals von Fruxeresa der Familie Castelló Naya ab. Diese Firma ist eins von fünf auf Anbau und Verpackung spezialisierten Unternehmen für den Export von Zitrusfrüchten nach Europa mit Sitz in Xeresa. 

Der Vorgang ist eine von vielen Akquisitionen in der spanischen Agrarindustrie. Die Fonds kaufen in der Mittelmeerregion obst- und gemüseexportierende Familienunternehmen auf, um diese landwirtschaftlichen Betriebe zu bündeln, profitabel zu machen und einige Jahre später an neue Investoren weiterzuverkaufen. Ein weiteres Obstunternehmen aus Xeresa, Guillem Export, schloss sich dem Projekt von Atitlan mit Frutas Romu an, aber da die Mitglieder der Familie Guillem keine Einwohner des Dorfes sind, werden sie nicht in der Statistik aufgenommen.

Im Fall von Fruxeresa haben Investoren ihr Geschäft mit dem von Murcian Frugarva und Frutas Naturales ergänzt, um The Natural Fruits zu gründen. So bekamen sie einen auf Zitrusfrüchte spezialisierten Exporteur mit einem gemeinsamen Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro. Weniger als zwei Jahre später, als die Umstrukturierung des Unternehmens abgeschlossen war, übertrug der ehemalige Vorsitzende von Navarra Planasa, Peirron-Darbonne, seine Anteile an einen anderen Fonds, Fremman Capital. 

Quelle: elconfidencial.com 


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