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Marktbericht Österreich, KW 47:

Zweigeteilter Absatzmarkt bei den Kartoffeln

Der österreichische Speisekartoffelmarkt präsentierte sich in der letzten Woche noch recht ausgeglichen. Auf der Angebotsseite bleiben die hohen qualitätsbedingten Aussortierungen das zentrale Thema. Fäulnis, Drahtwurmbefall, mechanische Beschädigungen und Co. sorgen für eine schwache Nettoausbeute und entsprechend hohen Aufbereitungsbedarf bei den Packstellen. Mit der Absatzsituation war man bislang durchaus zufrieden. Die Auswirkungen des bundesweiten vierten Lockdowns auf den Speisekartoffelmarkt lassen sich noch schwer abschätzen. Die Nachfrage im LEH hat sich zuletzt zwar schon belebt, blieb aber bislang deutlich unter der früherer Lockdowns zurück. Die Verkäufe von Schälkartoffeln in die Gastronomie oder auch der Ofenkartoffeln für die Weihnachtsmärkte sind jedenfalls abrupt eingebrochen.

Preislich gab es keine Änderung zur Vorwoche. In NÖ wurden Speisekartoffeln zu Wochenbeginn meist um 18,- bis 20,- Euro/100kg übernommen. Für Partien mit überdurchschnittlich hohen Absortierungen liegen die Preise etwas darunter. Aus Oberösterreich wurden unveränderte Preise von bis zu 25,- Euro/100kg genannt.

Ausgeglichener Zwiebelmarkt
Der österreichische Zwiebelmarkt präsentiert sich gegenüber der Vorwoche kaum verändert. Der Absatz im LEH läuft stetig auf zufrieden stellendem Niveau. Mit dem vierten bundesweiten Lockdown sind die Umsätze im Gastro- und Großhandelsgeschäft aber weggebrochen. Am Exportmarkt sind weiterhin schöne Qualitäten gefragt. Preislich gibt es keine Änderung zur Vorwoche. Für Zwiebel, geputzt und sortiert in der Kiste wurden zu Wochenbeginn je nach Qualität und Größe meist 16,- bis 19,- Euro/100kg genannt. Für qualitativ schwächere Ware wird teilweise auch weniger bezahlt.

Ernteergebnis gut durchschnittlich
Die Haupternte der NÖ Karotten ist mittlerweile so gut wie abgeschlossen. Das Gesamternteergebnis fällt heuer gut durchschnittlich aus. Auch qualitativ halten sich die Beanstandungen in Grenzen. Die Absatzseite präsentiert sich im Inland saisontypisch ruhig aber stetig. Exporte werden in überschaubaren Umfang getätigt. Preislich gibt es keine Änderung zur Vorwoche. Angesichts der stark steigenden Produktionskosten werden von den Verkäufern aber verstärkt Preiserhöhungen gefordert. Zu Wochenbeginn wurde für Karotten im 5kg Sack, ab Rampe je Qualität meist 40,- bis 45,- Euro/100kg bezahlt.

Quelle: LKÖ


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