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Arjan Verhagen, Halls, Niederlande:

"Der Avocadomarkt hat Wachstumspotenzial"

"Mit der Reifung, Sortierung und Verpackung von Avocados läuft es gut", sagt Arjan Verhagen, Verkaufsleiter bei Halls. Dieses Unternehmen hat seine Wurzeln in Südafrika und beschäftigt sich mit dem Anbau und der Vermarktung von Avocados. "Die Aktivitäten bauen wir noch aus", sagt er.

Schon bevor Arjan im Jahr 2015 zum Unternehmen kam, reifte und verpackte Halls bereits seit einiger Zeit in den Niederlanden Avocados. Die steigende Nachfrage stelle Anforderungen an den Betrieb. "Wir arbeiten effizient und probieren dem schnell wachsenden Volumen gerecht zu werden." Halls erwägt die Erweiterung seines Sortiments um Bio-Avocados. Derzeit konzentriert sich das Unternehmen noch hauptsächlich auf hochwertige gereifte Avocados.

Diese sind besonders im Gastgewerbe und im Out-of-Home-Segment beliebt. "Auf dem Markt herrscht gewisses Interesse an gereiften Avocados von hoher Qualität. Unsere Avocados können sofort verzehrt werden und laufen in der Gastronomie gut. Es ist nicht immer die beste Idee, Avocados hier reifen zu lassen, damit Köche sie am nächsten Tag verwenden können. Das erschwert nämlich die Sortierungsprozesse und kann leicht zu erhöhtem Abfall und höheren Kosten führen."

"Die Reifung ist mit zusätzlichem Aufwand verbunden, aber wir zeichnen uns dadurch aus und haben daher viele zufriedene Kunden im Gastgewerbe." Die restlichen gereiften Avocados werden an Supermärkte geliefert. "Sie wollen verzehrfertige, länger haltbare Avocados." Arjan meint, die globale Pandemie habe nichts anderes bewirkt, als diese Nachfrage ein wenig abzubremsen. "Im letzten Jahr 2020 hatten wir keine echte Wirtschaftsflaute. Zudem sind auch wieder neue lokale sowie ausländische Märkte entstanden, zum Beispiel die Essenslieferungen nach Hause, welche Avocados enthalten."

Handelsware
Laut Arjan werden Avocados immer mehr zu einer Ware, welche die Preise unter Druck setzt. "Man muss die Kosten und die An- und Verkaufspreise genau im Auge behalten. Wir investieren enorm viel Energie in die geschäftlichen Kontakte mit den besten Erzeugern, damit wir ein qualitativ hochwertiges Produkt liefern können. Wir besuchen sie auch regelmäßig. Allerdings können nicht immer die gleichen günstigen Preise wie unsere Mitbewerber bieten. Dann wären wir nicht rentabel."

Auch Angebot und Nachfrage werden immer unberechenbarer. So gab es in den letzten Jahren regelmäßig einen Überschuss an Avocado. "Wir müssen in Bezug auf Importmengen oder Verkäufe immer gut planen. Der Markt muss die Menge gebrauchen können." Arjan sagt, dass die weltweiten Avocado-Anbauflächen weiterhin zunehmen. Auch die Nachfrage, insbesondere in Asien, wächst stetig. Halls ist deshalb auch in Asien aktiv und unterhält unter anderem ein Vertriebsbüro in China.

Auch dort steigt der Verzehr. "Er ist von 800 g auf 1,3 kg Avocado pro Kopf und Jahr gewachsen, was noch kein großer Schritt ist. Betrachtet man die Menge, ist das jedoch ziemlich viel. Pro Person sind es jedes Jahr allerdings nur ein paar Avocados mehr." Arjan weist darauf hin, dass der steigende Konsum in Asien zu einem geringeren Angebot aus z. B. Peru führen könnte. Dieses Land konzentrierte sich traditionell auf den Export nach Europa. Aus China wird jedoch auch immer mehr nachgefragt.

Angebot und Nachfrage
Geeignete Arbeitskräfte zu finden, wird immer schwieriger, räumt Arjan ein. Halls hat beispielsweise ständig freie Stellen. Es ist nicht immer einfach, potentiellen Mitarbeitenden zu vermitteln, dass eine Position wie die des Bedienpersonals so ihre Herausforderungen hat. Sie müssen sich Gedanken über die Reifeprozesse machen und die Sortiermaschinen kalibrieren. Die Arbeitskosten steigen ebenso wie die Transportkosten. Das ist ein großer Andachtspunkt für Halls.

Diese steigenden Logistikpreise betreffen jedoch viele Betriebe, also sitzen sie in dieser Hinsicht alle im selben Boot. Dies wirkt sich auf Handelsvolumen und Importe vorerst nicht aus. "Die Arbeits- und Transportkosten innerhalb Europas sinken nicht. Wenn man die Reifung mit einbezieht, dann sind Avocados ein arbeitsintensives Produkt. Hinzu kommen die Transportkosten, die immer mehr werden. Ob auch die Preise steigen, bleibt eine Frage von Angebot und Nachfrage", sagt Arjan abschließend.

Bilder: Halls

Arjan Verhagen
Halls
Tel: +31 (0) 174 791 043
Email: arjan@hallsbv.nl
Website: http://www.halls.co.za/ 


Erscheinungsdatum:



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