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Peter Hagge, Gemüsehandel Hagge GmbH, zum Wirsing:

"Sobald der Winter kommt, wird es Preisaufschläge geben"

Gegenüber vielen anderen Kohlanbaugebieten, wie beispielsweise Osteuropa, sah es wettertechnisch in diesem Jahr für den Gemüsehandel Hagge aus Neuenkirchen deutlich besser aus. Auch die Absatzmengen entwickeln sich nach dem Corona-Lockdown wieder auf ein "normaleres" Niveau. "Vielerorts wurde der Fokus im Anbau anderweitig gesetzt. Kulturen, von denen es in der letzten Saison deutlich zu viel gab, wurden in diesem Jahr weniger angebaut. Jedoch muss man sagen, dass die Abnahmemengen den Absprachen entsprechend eingehalten worden", teilt uns Geschäftsführer Peter Hagge mit. 

Peter Hagge zufolge weise sein Wirsingkohl gute Qualitäten auf. Diesen liefert er deutschlandweit an verschiedene Großmärkte und den Lebensmitteleinzelhandel, wobei die Hauptverkaufsregionen des Gemüsehandel Hagge in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Brandenburg liegen. Ebenfalls wird Wirsing in Teile Osteuropas exportiert.

Trends beim Kohlgemüse
Hagge meint, dass der Negativtrend bezüglich des Kohlgemüses nicht zutreffe: "Ich habe das Gefühl, dass entgegen einiger Behauptungen das Kohlgemüse nicht weniger gekauft wird, eher ist das Gegenteil der Fall. Es scheint so zu sein, als hätte die jüngere Generation Kohlgemüse wieder für sich entdeckt.

Anbauregion Dithmarschen
"Logischerweise rentiert es sich, den Wirsing direkt vom Feld zu liefern. In unserer Region ist es allerdings üblich, den Wirsingkohl, so wie fast alle unsere Gemüsekulturen, einzulagern. Durch das Einlagern des Wirsings wollen wir sicherstellen, dass wir die Lieferzeiträume bis März/April mit eigener Ware abdecken können. Denn das Ziel ist es, den Markt so lange wie möglich mit regionaler Ware zu beliefern."

Teurer Wirsing
"Sobald es um das Thema Einlagerung und Aufbereitung geht, ist der Wirsing ein verhältnismäßig teures Produkt. Im Vergleich zu anderem Kohlgemüse sind die Kosten der Produktion- und Lagerung fast doppelt so hoch. Vom Wirsing ernten wir, im Vergleich zu Weißkohl, etwa die Hälfte der Tonnage pro Hektar. So passen in ein Kühlhaus, in dem 1000 Tonnen Weißkohl gelagert werden können, gerade einmal 500 Tonnen Wirsing. Auch die Ernte, die nach wie vor durch Handarbeit erfolgt, benötigt deutlich mehr Zeit und Manpower. Wir werden auch in Zukunft nicht auf die Handarbeit verzichten können. Somit betreffen künftig steigende Lohn- und Energiekosten den Wirsing umso mehr. Ich hoffe, dass sich die Problematik zwischen Lieferung ab Feld, der Lieferung aus dem Lager und dem daraus resultierenden Kostenanstieg für den Landwirt, etwas besser nachvollziehen lässt. Man muss jedoch leider auch dazu sagen, dass dieser doch so immense Kostenunterschied auf Seiten des Kunden/Verbraucher nicht immer honoriert wird.“

Rückblick auf die letzte Saison
"In einigen Betrieben neigte sich die Wirsingsaison, vor allem auch im Südwestdeutschland, kurz vor Weihnachten dem Ende. Demzufolge führte dies zu einigen Engpässen im Handel. Nachdem andere Betriebe, die noch über Wirsing verfügten, ihre Arbeit erst nach Silvester wieder aufgenommen haben, sind währenddessen die Erzeugerpreise des Wirsings um 0,10 bis 0,15 EUR / kg gestiegen. Dies stellte uns Händler im Bereich Warenbeschaffung vor eine schwierige Aufgabe.“ Neben dem konventionellen Betrieb in Neuenkirchen betreibt Peter Hagge auch mit anderen Bio-Landwirten einen Bio-Betrieb.

Logistische Probleme
Vor den Folgen der steigenden Energie-, Transport- und sonstigen Kosten ist aber auch der Gemüsehandel nicht gefeit. "Der Export ist genauso betroffen wie der Transport im Inland. Wir haben einen eigenen Fuhrpark und können daher unsere Waren immer pünktlich ausliefern. Doch die allgemeine Problematik ist leider so, dass immer mehr und mehr LKW-Fahrer fehlen, während es immer mehr Ware gibt, die in kürzester Zeit ausgeliefert werden muss. Während der laufenden Saison sind die Transportkosten um 10%-20% gestiegen. Man darf nicht vergessen, dass diese Mehrkosten irgendwo aufgefangen werden müssen. Mit den Problemen, die es aktuell in England gibt, sollte sich meiner Meinung nach intensiver auseinandergesetzt werden, um zu verhindern, dass unsere Regale im Supermarkt in Zukunft ebenfalls leer bleiben."

Weitere Informationen:
Peter Hagge
Gemüsehandel Hagge GmbH
Blankenmoorer Straße 23
D-25792 Neuenkirchen
Tel: +49 4837 - 91 60
Fax: +49 4837 - 91 62
E-Mail: info@gemuesehandel-hagge.de 
Web: https://www.gemuesehandel-hagge.de/   


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