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Europas größtes Dachgewächshaus in Belgien eröffnet

Die Pläne für die Realisierung eines Forschungszentrums für den Gartenbau im belgischen Roeselare waren beeindruckend, denn es sollte auf dem Dach der REO-Versteigerung errichtet werden. Dieses Dachgewächshaus Agrotopia wurde am vergangenen Freitag offiziell eröffnet. Das 9.000 m2 große Dachgewächshaus, das 15 Millionen Euro gekostet hat, ist das größte seiner Art in Europa. "Das Gewächshaus auf dem Dach wird eine treibende Kraft für die Innovation in diesem Sektor sein", sagt der Delegierte Bart Naeyaert. 

Klicken Sie hier für Fotos vom Dachgewächshaus.

Gartenbau näher an der Stadt
Westflandern ist nicht nur die wichtigste Landwirtschafts- und Gartenbauprovinz Flanderns (fast 20% des Umsatzes in diesem Sektor), sondern die Region um Roeselare wird auch "der Gemüsegarten Europas" genannt. Ein Drittel des gesamten in Europa verkauften Tiefkühlgemüses stammt aus der Region. REO Veiling, die zweitgrößte Obst- und Gemüseversteigerung in Flandern, erwartet auch einen wichtigen Markt für den Gemüseanbau. Die Tatsache, dass Agrotopia in dieser Region gebaut wurde, ist also kein Zufall.

"REO Veiling hatte die Idee, den Gartenbau der Stadt näher zu bringen", sagt Bart Verhaeghen von Inagro stolz. Da das Gewächshaus die Wärme einer nahe gelegenen Verbrennungsanlage nutzt, sind die Stadt und das Gewächshaus physisch miteinander verflochten. Aber das ist noch nicht alles. Bart erklärt, dass das Gewächshaus darauf abzielt, Gartenbau und Gesellschaft zusammenzubringen. "Mit einem Gewächshaus in einem städtischen Kontext ist in dieser Hinsicht mehr möglich als auf dem Land."

In den nächsten zehn Tagen, während des Festivals der Zukunft, werden mehr als 1.000 Schüler zu Besuch sein. Mit Festen und Theater werden Jugendliche und Erwachsene dazu angeregt, sich mit dem Gartenbausektor auseinanderzusetzen. "So inspirieren wir die Jugend und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Gärtnern und Unternehmen." 

Prüfverfahren und Forschung
Zugleich ist das Dachgewächshaus natürlich mehr als nur schön. Hinter dem Glas finden wichtige Prüfverfahren statt, zeigt Bart. Hier geht Inagro einen Schritt in Richtung Zukunft des Gewächshausgartenbaus und der professionellen urbanen Landwirtschaft. "Sie steckt noch in den Kinderschuhen, aber wir wollen sehen, ob und wie die Zukunft des Anbaus auf dem Dach aussieht", sagt Bart. 

Es handelt sich dabei um praktische Forschungsarbeiten, und das Gewächshaus ist daher vollgepackt mit Technik. Auf diese Weise können innovative Technologien in einem realistischen Kontext entwickelt werden. "Das 9.000 m² große Gewächshaus, bestehend aus dreizehn Forschungsabteilungen mit Hightech-Ausstattung, ermöglicht innovative Forschung auf europäischem Spitzenniveau", erwartet das Inagro-Team. "Sie bieten ausreichend Platz, um neue Technologien unter realitätsnahen Bedingungen zu entwickeln, zu testen und zu demonstrieren."

Blattgemüse und Fruchtgemüse
Das Dachgewächshaus ist auch Europas größtes Dachgewächshaus für die Forschung im Bereich der Hydrokultur und des Substratanbaus. Auf der 6.000 m² großen Anbaufläche ist kein einziges Erdkorn zu finden. Der Substratanbau bietet die Möglichkeit, hochwertige Pflanzen zu produzieren und die Umweltbelastung zu verringern. Sie hilft den Landwirten, die aktuellen Herausforderungen in Bezug auf effiziente Anbaupraktiken, zirkuläre Wassernutzung und Pflanzenschutz zu meistern und bietet Vorteile wie höhere Erträge und Ergonomie. 

"Wir übersetzen das Wissen, das wir auf diese Weise sammeln, in die Anwendungen, die für den gesamten Gewächshausgartenbau nützlich sind, einschließlich des traditionellen Gewächshausgartenbaus", erklärt Mia Demeulemeester, Geschäftsführerin von Inagro. 

Mehrschichtiger Anbau
Das flexible Layout, darunter ein zwölf Meter hohes Fassadengewächshaus, ermöglicht das Experimentieren mit optimaler Raumnutzung, Höhenwachstum, mehrschichtigem Anbau, verschiedenen Arten von Anbaurinnen und neuen, nachhaltigeren Substraten. Auch die Zusammenarbeit zwischen dem Gartenbau und der Stadt wird erforscht: Man denke an die innovative Wasserrückgewinnung und die Wiederverwendung der städtischen Restwärme.

Mit doppeltem Schirmtuch und Belüftungsdüsen wendet Inagro auch das Prinzip des 'Neuen Anbaus' an, bei dem die Heizenergie effizienter genutzt wird. Ein Klimacomputer versorgt die Pflanzen in den einzelnen Fächern automatisch mit ihrem Bedarf an Wärme, Licht und Feuchtigkeit. Agrotopia ist auf zwei externe Wärmequellen angewiesen: die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage der REO Veiling und das Wärmenetz der MIROM.

Durch Rezirkulation wurde auch ein geschlossener Wasserhaushalt geschaffen. Grundlage für die Nährstofflösung ist das Regenwasser aus den fünf großen Zylindern, auf denen das Fassadengewächshaus ruht. Ein zentraler Nährwertstoffcomputer bereitet die Nährstofflösungen vor und ein Steuercomputer pro Fach steuert alle Anlagen. Mit der Erforschung der Entomoponik schließt Inagro noch mehr Kreisläufe. Anbausysteme für den Anbau von Gemüse und Insekten in derselben Umgebung müssen den Raum besser nutzen und die Restströme aus dem Gewächshausgartenbau als Nahrungsquelle für Insekten aufwerten.

Präsentation
Durch seine Lage in der Nähe der Erzeuger und Abnehmer von frischem Gemüse ist das Dachgewächshaus auch eine Drehscheibe für den Wissensaustausch und die Präsentation. Eine Expo-Zone, Demo-Aufbauten in den Anbauabteilungen, der städtische Gartenplatz und das Auditorium bieten dazu Gelegenheit. Etwa zehn Unternehmen sind bereits im Gewächshaus vertreten, um ihre Technologie oder ihr Wissen mit dem Sektor zu teilen. "Über Besucherkorridore wird der Öffentlichkeit auch die Möglichkeit gegeben, den Gewächshausgartenbau kennenzulernen. Das gegenseitige Verständnis zwischen Landwirten und Bürgern ist eine Voraussetzung dafür, dass die Landwirtschaft auch in Zukunft eine Chance hat", so Mia Demeulemeester. Mit der Organisation von "Agrotopia, einem Festival der Zukunft" übernimmt die Provinzregierung bereits eine Vorreiterrolle.

Ein Treffpunkt, der zum Mitdenken einlädt
Um die Wirkung von Innovation und Optimierung im Agrarsektor in Westflandern und darüber hinaus zu erhöhen, ist die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren unerlässlich. Genau aus diesem Grund ist das Dachgewächshaus als Treffpunkt für Forscher, Berater, Landwirte, Wissenseinrichtungen, Behörden und Technologieunternehmen konzipiert. Der Entwurf integriert Forschung, Demonstration und Wissensaustausch in einer Gewächshauskonstruktion.

Klicken Sie hier für Fotos vom Dachgewächshaus.

Für weitere Informationen:
Ine Pertre
Inagro
ine.pertry@inagro.be


Erscheinungsdatum:



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