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Helmut Hübsch von der GfK:

Obst und Gemüse in Deutschland - Zahlen, Trends und Fakten

Helmut Hübsch von der GfK SE stellte auf der DOGK aktuelle Zahlen und Prognosen für das Jahr 2021 vor. Während der In-Home-Konsum 2020 aufgrund der Lockdowns stark gestiegen ist, ist der Out of Home-Konsum durch den Lockdown stark zurückgegangen. So lag Anteil am Gesamtumsatz im Out-of-Home-Konsum im Jahr 2019 noch bei 40%, während er im letzten Jahr nur noch bei 33% lag. 

Beim Preisniveau steigerten sich die FMCG ohne Frischeprodukte um 2,9%. Im Bereich Frischeprodukte stieg das Preisniveau unproportional um etwa 1,9% im Vergleich zum Vorjahr, bei dem eine Veränderungsrate von 5,3% vorlag.


Helmut Hübsch auf der DOGK 2021

Verlierer-Beeren und Gewinner-Weintrauben
Beim Frischobst ist das Preisniveau seit 2019 leicht stagnierend. Beeren bezeichnete Hübsch als die "großen Verlierer", da sie aufgrund der Kälte und Nässe in diesem Jahr rückläufig sind und etwa 7% weniger verkauft wurden. Auch das Steinobst hat ein Minus von ca. 7% aufgrund von fehlenden Mengen zu beklagen. Insgesamt fiele die Absatzreduktion aber nicht so auf.

Als Austausch- und Ersatzprodukt konnten sich die Weintrauben dieses Jahr als "Gewinner" etablieren. Hierbei gab es Zuwächse von etwa 17%. Zitrusfrüchte erlebten ebenfalls letztes Jahr einen deutlichen Zuwachs von knapp 10%; die Menschen haben sich gesünder ernährt.

Bei SB-Warenhäusern ist die Umsatzentwicklung beim Obst stark gewesen, bei Discounter wiederum stagnierend. Generell schwächelt der Discounter gegenüber Großflächen und Vollsortimentern. Hof- und vor allem Wochenmärkte hatten aufgrund des Wetters dieses Jahr eher das Nachsehen. 

Insgesamt hoher Wertwachstum bei Frischgemüse
Frischgemüse hatte insgesamt höhere Wachstumsraten im Wert. Fruchtgemüse wie Tomaten wuchsen im Wert um 6%, Paprika um 8% und Möhren/Karotten haben einen richtigen Preisaufschlag von 3,60 auf 3,80 Euro, was auch deren Bioqualität zuzuschreiben ist. Im Discounter ist das Gemüse im Wert steigend, jedoch nicht so stark wie beim Vollsortimenter.

"Nachhaltigkeit heißt nicht nur Klimaerwärmung"
Hübsch betont, dass sich Nachhaltigkeit nicht nur auf den Klimaaspekt fokussiere, sondern gerade auch die Themen Artenvielfalt, Umwelt-/Ozeanverschmutzung und Flächennutzung dazugehören. Doch auch die Ernährung spielt natürlich eine besondere Rolle, etwa bei vegetarischen Produkten, Soja-Imitaten bei Milch, Glas-Verpackungen bei Getränken und der Biobereich insgesamt.

Beim Bio-Obst sind besonders zwei Sorten von Bedeutung: Die Banane mit einem Anteil von 16,6% und Zitrusfrüchte von 10.9%. Beim Bio-Gemüse liegen Kräuter wiederum bei 28,4% und Karotten bei 24,2%.  

Durch Bio-Ware sei ein großes Marktpotenzial entstanden, dennoch liegt der Anteil an Bio-Obst aus Deutschland bei gerade einmal 1%. Große Teile werden weiterhin aus dem Ausland importiert. Bio-Gemüse im Winter kommt auch eher aus dem Ausland. Hübsch zufolge muss der Markt noch stärker mit deutscher Bio-Ware versorgt werden.


Folie: Helmut Hübsch, GfK SE

Weitere Informationen:
Helmut Hübsch
GfK SE
Sophie-Germain-Straße 3-5
90443 Nürnberg
Tel: +49 911 395-0 


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