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"Gewinnmargen für Produzenten, Importeure und auch diejenigen, die die Bananen reifen, quasi nicht existent"

Katastrophaler Sommer für importierte Bananen auf dem europäischen Markt

Seit zehn Jahren war der Preis für europäische Importbananen nicht mehr so schlecht. das zeigt eine Wirtschaftsstudie von Fruitrop, die das CIRAD (Center for International Cooperation in Agronomic Research for Development) veröffentlich hat. Diesen Sommer lag der Preis für eine 18,4kg Kiste Bananen bei weniger als 10 Euro. So schlecht waren die Bananenpreise in Europa zuletzt vor zehn Jahren, also 2011.

Überangebot
Der Grund für die niedrigen Preise ist, wie so oft, ein Überangebot. In den vergangenen Jahren sind immer mehr Plantagen dazu gekommen und auch die Exporte von den vier größten lateinamerikanischen Exporteuren (Ecuador, Costa Rica, Guatemala und Kolumbien) sind explodiert. Im Moment sieht es so aus, als wäre der Abwärtstrend nicht zu stoppen. Nicht einmal die Hurrikanes im vergangenen Jahr in Honduras und Guatemala konnten den Markt in den vergangenen Wochen verändern.

Die Tiefpreise beeinflussen vor allem die Bauern, die in Regionen leben, in denen hohe Sozial- und Umweltstandards gelten. Denn die können damit nicht konkurrieren. Es könnte passieren, dass viele der kleinen Farmen das Geschäft einstellen müssen, weil sie mit den Billig-Preisen einfach nicht mithalten können. Die Bauern in Ecuador protestieren bereits gegen die Dumping-Preise. Denn zeitgleich stiegen die Produktionskosten. Besonder stark ist der Preisanstieg bei Strom.

"Im Moment sind die Gewinnmargen für Produzenten, Importeure und auch diejenigen, die die Bananen reifen, quasi nicht existent. Es ist ein richtiges Massaker für den Sektor", sagt Denis Loeillet, ein Forscher des CIRAD. "Wer kann schließlich bei so niedrigen Preisen widerstehen?", fragt der Experte.

Bio-Bananen nicht vor Schwankungen geschützt
Auch der Preisunterschied zwischen Bio- und konventionellen Bananen ist deutlich geschrumpft. Das ist kein gutes Zeichen. Die niedrigen Preise für Bio-Bananen wecken Zweifel über die Qualität des Systems.

"Wir würden gerne wissen, wie die Lieferanten es hinkriegen, ihre Preise so niedrig zu halten", sagt Loeillet. Bei bestimmten Preisen für Bio-Produkte kann es sich ja eigentlich nur um "Fake-Bio-Produkte" handeln. Beispielsweise sind das dann Produkte, die die Dünger-Bestimmungen für den Bio-Anbau nicht einhalten. Düngemittel müssen demnach Bio-zertifiziert sein und das kostet natürlich. Wegen der niedrigen Preise sind die Leute bei teureren Bio-Bananen misstrauisch geworden, weil sie sich schon an die Dumping-Preise gewöhnt haben."

Quelle: rfi.fr 


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