Weniger (Wasser-)Melonen, dafür mehr spanisches Gemüse auf dem europäischen Markt

Der Sommer in Mitteleuropa war in diesem Jahr sehr kalt. Die Regenfälle und die niedrigen Sommertemperaturen hatten einen großen Einfluss auf den Verbrauch von Obst und Gemüse. Dies hat sich negativ auf die Nachfrage nach Wassermelonen und Melonen ausgewirkt, während die Nachfrage nach Salat und anderen Gemüsesorten wie Brokkoli oder Blumenkohl gestiegen ist. Infolgedessen sind die Preise für diese Gemüsesorten in Spanien viel stärker gestiegen als in den letzten Jahren.

Antonio Moreno, Leiter der Obstabteilung des Landwirtschaftsverbands UPA, bezeichnete den Verlauf der Wassermelonenkampagne – von Anfang Juli mit dem Freilandprodukt aus Almería bis heute – als katastrophal. Die Ernte in der Region Murcia geht zu Ende und es gab Zeiten, in denen die Erzeuger nur fünf oder sechs Cent pro Kilo erhielten, was unter den Produktionskosten liegt, erklärte er und fügte hinzu, dass es noch zu früh sei, um eine endgültige Bilanz der Kampagne in Kastilien-La Mancha zu ziehen, die in vollem Gange ist.

Der Preis für Salat vom Feld hat in diesem Sommer seinen Höchststand erreicht und ist im August nicht unter 42 Cent/100 Stück gesunken, d.h. doppelt so hoch wie vor einem Jahr, wie aus den nationalen Durchschnittspreisen des Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (MAPA) hervorgeht.

Der Generaldirektor des Verbandes der Erzeuger und Exporteure von Obst und Gemüse der Region Murcia (Proexport), Fernando Gómez, bestätigte gegenüber Efeagro, dass die Erzeuger in diesen Wochen eine unerwartete Nachfrage nach Salat und anderen Gemüsesorten verzeichneten. Von den mehr als 35.000 Hektar, die in Spanien für den Salatanbau genutzt werden, entfallen fast 16.000 Hektar auf die Region Murcia.

Laut Gómez ist der Anstieg der Nachfrage auf den atypischen Frühling und Sommeranfang in Mitteleuropa zurückzuführen. Dort ist viel Gemüseanbau verloren gegangen, und auch wenn die Größe nicht mit den spanischen Produktionen zu vergleichen ist, hat die geringere Ernte dazu geführt, dass die Bestellungen für spanischen Salat, Blumenkohl oder Brokkoli stark angestiegen sind. In der Verkaufsabteilung der Genossenschaft Anecoop geben sie an, dass dieser Anstieg sehr außergewöhnlich ist. „Wir wissen nicht, wie lange es dauern wird“, hieß es. 

Elena Segura, kaufmännische Leiterin des murcianischen Unternehmens Myrtea Export, sagte, dass die starken Stürme, sintflutartigen Regenfälle und Hagelstürme, die in diesem Sommer die Schweiz, Frankreich, Deutschland, die Niederlande und Nordeuropa heimgesucht haben, der lokalen Landwirtschaft Schaden zugefügt haben.

„In den Sommermonaten versorgt sich Europa normalerweise selbst mit Produkten wie Salat, aber in diesem Jahr gibt es aufgrund der Wetterbedingungen einen Versorgungsengpass, was die Preise erheblich erhöht hat.“

Quelle: efeagro.com


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