Großbritannien:

Pembrokeshire-Erzeuger umgehen Pflanzkartoffelsperre

Die Entscheidung des britischen Umweltministeriums (Defra), den Import von Pflanzkartoffeln aus der Europäischen Union in großem Umfang zu blockieren, stellt die Erzeuger in Pembrokeshire vor neue Herausforderungen. In den letzten Jahren wurden jährlich bis zu 10.000 Tonnen Pflanzkartoffeln aus der EU in das Vereinigte Königreich exportiert. Da Pflanzkartoffeln jedoch nicht in das Post-Brexit-Handelsabkommen einbezogen sind, werden Anträge auf Vermarktung von importierten Pflanzkartoffeln aus der EU nur noch auf Einzelfallbasis geprüft.

Die Entscheidung kommt mehrere Monate, nachdem die EU die Einfuhr von Pflanzkartoffeln aus Großbritannien in die EU und nach Nordirland verweigert hat. Das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung erklärte, mit der Prüfung von Einfuhranträgen auf Einzelfallbasis werde anerkannt, dass sich das Vereinigte Königreich weitgehend selbst mit Pflanzkartoffeln versorgen könne, und gleichzeitig ein Mechanismus für künftige Marktzulassungen geschaffen.

Das Veto gegen EU-Importe wird sich auswirken, weil die aus der EU importierten Sorten sich von den in Großbritannien angebauten Sorten unterscheiden, was aber durch die Verwendung von Nachbausaatgut abgemildert werden kann.

In Pembrokeshire erklärte Puffin Produce, das Verbot habe einige Auswirkungen auf die Kartoffelerzeugung in Pembrokeshire, aber das Unternehmen "arbeite sich da durch".

Der Großteil seines Saatguts für Speisekartoffeln stammt aus Schottland und England, aber in den letzten Jahren hat das Unternehmen auch eine geringere Menge Saatgut aus der EU importiert; dabei handelt es sich hauptsächlich um neuere Sorten mit besserer Krankheitsresistenz und höherem Ertrag oder verbesserten Verbrauchereigenschaften.

Tivysideadvertiser.co.uk berichtet, dass Puffin in den letzten drei Jahren einen Teil seines eigenen zertifizierten Saatguts von neueren, in der EU gezüchteten Kartoffelsorten in der Grafschaft angebaut hat. Das Unternehmen führte diese Politik ein, weil es Schwierigkeiten hatte, die benötigten Mengen zuverlässig zu beschaffen und zu sichern.


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