Ägypten bleibt größter Erzeuger von Valencia-Apfelsinen

Ägypten hat Spanien als weltgrößten Exporteur von Orangen abgelöst. 95% der Fläche Ägyptens sind zwar Wüste, aber das Land beherbergt etwa 168.000 Hektar Orangenhaine, als wäre es eine Fata Morgana in diesem trockenen Land. Schließlich findet der Anbau nicht nur im Nildelta statt - 60% der Obstplantagen befinden sich in rekultivierten Wüstengebieten.

Orangen macht 80% der Zitrusproduktion des Landes aus und die Sorte Valencia ist bei weitem die am häufigsten angebaute Sorte.

"In den letzten Jahren haben spanische Erzeuger kein großes Interesse an der Sorte Valencia gezeigt. Sie zogen es vor, Easypeeler zu pflanzen, während wir hier in Ägypten entschieden haben, mehr Orangen zu pflanzen, insbesondere Valencia", teilt Mahmud Shishini, kaufmännischer Direktor von Mafa, einem führenden Anbauunternehmen in Ägypten, der spanischen Tageszeitung El Independiente mit.

Sein Unternehmen war es, welches, beraten von israelischen Anbauexperten nach dem Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern im Jahre 1979, vor drei Jahrzehnten die Valencia-Orange einführte. Diese wächst heute auf den sandigen Parzellen.

"Es handelt sich um eine Apfelsinensorte, die sich durch ihre gute Qualität auszeichnet und viel billiger ist als andere Sorten", sagt Abdelkader Hasan, Inhaber eines großen Exportunternehmens für Obst und Gemüse. Eine Kombination von Faktoren erklärt den Erfolg des Anbaus dieser Zitrussorte, wo früher nur Brachland war. "Erstens ist es ein Saatgut, das jeder kennt und zu pflanzen weiß. Zweitens ist es eine einfache und sehr haltbare Sorte. Drittens ist das Klima hier ideal. Und viertens, in Spanien mag der Platz begrenzt sein, aber Hunderte, wenn nicht Tausende von Hektar können hier bepflanzt werden, solange Wasser zur Verfügung steht. Es ist ein Investitionsmodell, das leicht zu wiederholen ist", sagt Shishini.

Im Jahr 2019 (das letzte mit abrufbaren verfügbaren Daten) exportierte Ägypten nach Angaben des International Trade Center, einer gemeinsamen Agentur der Welthandelsorganisation und der Vereinten Nationen, etwa 1,8 Millionen Tonnen Orangen. Das sind etwas mehr als Spanien. Beide Staaten lassen Südafrika, den drittgrößten Produzenten, weit hinter sich.

Die Hauptmärkte für ägyptische Orangen sind Russland, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, China und die Niederlande. Letztere werden als Tür in die EU gesehen. Im vergangenen Jahr hat das arabische Land auch neue Märkte für seine Orangen erschlossen, darunter Brasilien, Neuseeland und Japan.

Brasilien hat seinen Markt für Zitrusfrüchte aus Ägypten im Rahmen eines Mercosur-Ägypten-Freihandelsabkommens geöffnet, das für Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay gilt. Nach Schätzungen der Brasilianisch-Arabischen Handelskammer könnte Ägypten innerhalb von zwei Jahren zum Hauptlieferanten von Zitrusfrüchten auf dem brasilianischen Markt werden.

Quelle: elindependiente.com


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