Marokko reagiert auf europäische Kritik auf Tomatenimporte: "Nicht übertreiben"

Verschiedene europäische Handelsorganisationen, darunter der niederländische Erzeugerverband, wollen, dass die Europäische Kommission den Import von marokkanischen Tomaten genauer im Auge behält. Sie haben kürzlich einen Brief darüber verschickt.

Die europäischen Parteien sind der Meinung, dass gegen die Regeln verstoßen wird und dass eine andere Art und Weise der Bestimmung des Importwertes von marokkanischen Tomaten erforderlich ist. Die Preise von gewöhnlichen Tomaten sollten nicht als Richtwert verwendet werden. Außerdem sollte die Quote nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU um etwa 50.000 Tonnen verringert werden, so die Briefschreiber, und es sollte deutlich sein, welche Tomaten aus der Westsahara stammen. Vor allem Spanien, vertreten durch Fepex, ist kämpferisch und meldet sich schon seit einiger Zeit zu Wort. 

Marokko: Europa übertreibt

Marokko reagiert nun auf die Kritik. Die marokkanische Konföderation für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (Comader) hat eine Reaktion verschickt (FreshPlaza berichtete). Der Vorsitzende Mohammed Alamouri bedauert in seinem Brief, dass europäische Parteien die schlechten Marktbedingungen nutzen, um auf Marokko zu zeigen. Seiner Meinung nach ist es inakzeptabel, dass die 2% marokkanischen Importe den Markt zerstören. 

Alamouri verweist in seiner Argumentation auf die Nachhaltigkeit dieses Imports, denn der Anbau in Marokko außerhalb der europäischen Saison macht es möglich, dass Tomaten in europäischen Supermärkten liegen. Ohne Beleuchtung und Heizung. 

Alamouri geht speziell auf "Anschuldigungen" bezüglich des Exports in das Vereinigte Königreich ein. Auch dies unterliege einer Quote, verteidigt der Präsident, genauso wie es eine Quote für Importe in die Europäische Union gibt. Die Tatsache, dass das Vereinigte Königreich Europa verlassen hat, macht dies nicht anders. Auch hier ist laut Alamouri der Anteil der Importe an den Gesamtimporten nach Großbritannien mit nur 1,2% gering. Genau wie in der Europäischen Union, wo es ihm zufolge 2% sind.


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