Speisekartoffeln KW 24/2021

'Bei den Speisefrühkartoffeln überwogen weiterhin die italienischen und zyprischen Importe'

Bei den Speisefrühkartoffeln überwogen weiterhin die italienischen und zyprischen Importe. Die einheimischen Offerten gewannen derweil kontinuierlich an Bedeutung. Abladungen aus Griechenland, Israel und Spanien ergänzten das Geschehen. Generell konnte die Qualität in der Regel überzeugen. Das Angebot fiel für die Nachfrage verschiedentlich üppig aus. Die Händler mussten ihre Forderungen also manchmal verringern, wenn sie Bestände vermeiden wollten. Bei den Speiselagerkartoffeln herrschten noch immer inländische Chargen vor, deren Qualität aber zunehmend Wünsche offenließ. Die Bewertungen verharrten bei einem ruhigen Umschlag häufig auf ihrem bisherigen Niveau, so der aktuelle Bericht des BLE.

Rheinland-Pfalz: Erzeugerpreise leicht über Vorjahresniveau 

Deutsche Speisekartoffeln aus der Vorjahresernte sind nur noch in Ausnahmefällen im LEH, so die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Erste Mengen abgereifter pfälzischer Frühkartoffeln rücken mit Preisen von 1,00 bis 1,20 €/kg in die Sortimente. Zum Saisonstart liegen die Erzeugerpreise für schalenfeste lose Ware leicht über Vorjahresniveau bei 54 €/dt für lange Sorten und 52 €/dt für runde Sorten.

Hessen: Neuerntige Frühkartoffeln gelangen zunehmend zur Vermarktung 

Im LEH dürften bis zum Ende der Woche die Restbestände aus der Ernte 2020 auslaufen. Insbesondere in der Gastronomie besteht jedoch noch Interesse an großfallender Ware. Neuerntige Frühkartoffeln aus den hiesigen Anbauregionen gelangen zunehmend zur Vermarktung. Für lose Ware notieren die Preise zwischen 52-54 EUR/dt. Aufgrund der Losschaligkeit sollten die Wege vom Erzeuger zum Verbraucher möglichst kurz sein. Trockenheit erschwert bislang die Rodearbeiten. Begünstigt durch den Witterungsverlauf sind auf einigen Standorten die Kartoffelkäfer-Populationen explodiert. Der aktuelle Temperaturabfall und der Regen erleichtern hoffentlich die weiteren Erntearbeiten. Die hohen Außentemperaturen der letzten Tage bremsen auch die Nachfrage nach Kartoffeln, meldet der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.

Schleswig-Holstein: Hitze verringert Verbrauchernachfrage  

Dem aktuellen Bericht der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein nach, findet die letzte Lagerware mit guter Qualität weiter Abnehmer, da der Preisabstand zur neuen Ernte recht hoch ist. In der Vorwoche hat die Hitze die Verbrauchernachfrage verringert. Die Witterung hat jedoch für gute Rodebedingungen für Frühkartoffeln gesorgt, auch wenn zum Wochenende die Arbeiten wegen Regen eingestellt werden mussten. Im LEH dominiert Frühware aus dem Mittelmeerraum. Erste Lieferungen an vermarktungsfähiger Ware aus den südlichen Bundesländern ergänzen das Angebot. Hierzulande werden erste Erntemengen meist nur im Direktabsatz verkauft. Auch Restaurants und Hotels werden direkt ab Feld beliefert. Geerntet wird nur, was kurzfristig abgesetzt werden kann.  Das kalte Frühjahr hat die Wachstumsbedinungen beeinträchtigt. Die Erträge sind nur unterdurchschnittlich. Die höheren Temperaturen und die Niederschläge in der Vorwoche haben jedoch die Bedingungen gebessert. Vorerst bleibt es jedoch bei einem Vegetationsrückstand. Die Ernte der ersten schalenfesten Frühware aus dem Feld sollte zum Monatsende beginnen. Die überregionalen Kurse für Frühkartoffeln gaben bereits nach, da auch Importware laufend günstiger angeboten wird.


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