Johannes Bringsken von der Feldklasse GmbH:

"Wir bieten einen Weg für die Zukunft der Unkrautbekämpfung an"

Das im Jahr 2018 von André Dülks gegründete Unternehmen Feldklasse GmbH, das zu der Zeit noch Dulks GmbH hieß, produziert innovative Hackmaschinen - eine passende Antwort auf den Arbeitskräftemangel und Wirkstoffwegfall im Feldgemüseanbau.

Vielen Erzeugern dürfte dieses Problem nur allzu bekannt sein. Gerade in diesem Jahr zeigte sich, das unter anderem auch bei den von Kälte und Nässe verursachten, verspäteten Saisonstarts viele Kulturpflegemaßnahmen auf einmal kamen. Glücklich konnten sich diejenigen schätzen, die schlagkräftige Technik zur Hand hatten, um die Arbeitsspitzen in der Unkrautbekämpfung zu brechen. Hierüber sprach FreshPlaza mit Johannes Bringsken von der Feldklasse GmbH, die dafür passende Hackmaschinen herstellt. 


Rukaby-Hacke für den Beetenbau. Foto: Feldklasse GmbH 

Arbeitskosten und Handjäte

"Bei mehrreihigen Kulturen mit engen Reihenabständen wie etwa den Möhren gab es bislang nur die Möglichkeit der Handjäte im Reihenzwischenraum. Zumindest bis wir kamen", sagte Bringsken. "Unsere Maschinen haben den Vorteil, dass wir ab einem Reihenabstand von 5cm sehr effektiv und schonend zwischen den Pflanzenreihen hacken können und das schon ab dem Keimblattstadium! Dadurch können unsere Kunden erheblich Arbeitskosten bei der Handjäte einsparen."

Von Dulks zu Feldklasse

Außerdem erzählte Bringsken, wie und weshalb es zum Re-Branding des Unternehmens kam, das früher als Dulks bekannt war. "Im März dieses Jahr haben wir den neuen Namen angenommen. Wir wollten uns generell neu aufstellen und anders an die Kunden herantreten. Wir hatten bereits marktreife Maschinen und wollten unser Außenbild perfektionieren. Passend dazu wollten wir uns neu erfinden und mit einem neuen Produkt an die Kunden herantreten."


Pacorel-Hacke für den Dammanbau. Sehr gut zu erkennen die aktiv angetriebenen Rotationshackschare. Foto: Feldklasse GmbH 

Reges Interesse aus dem Ausland

"Ein Großteil des Interesses an uns kam tatsächlich vom Ausland selbst, sozusagen über Mund-zu-Mund-Propaganda, wie man so schön sagt." Zusätzlich zur DACH-Region Deutschland vertrieb Feldklasse bereits im Jahr 2020 in Frankreich und England. "Nun sind wir auch in der Schweiz. Auch in Österreich wächst zunehmend das Interesse an unserer Technik. Zwar sind wir vor allem in Westeuropa fest verankert, jedoch werden wir in osteuropäischen Ländern künftig auch stärker präsent sein."

"Wir kriegen immer mehr mit, dass chemisch-synthetische Wirkstoffe aus politischen und vor allem umweltschutztechnischen Gründen wegfallen. Dementsprechend kommen auch immer mehr konventionelle Erzeuger auf uns zu, die dann oft auch im Beet anbauen, bspw. Karotten und Zwiebeln. Denn oftmals wissen die Erzeuger nicht mehr, wie sie den Unkräutern unter den Neuen Bedingungen eben noch Herr werden sollen."


Kameragesteuerte Pacorel-Hacke im Zwiebelanbau kurz nach dem Auflaufen der Saat. Foto: Feldklasse GmbH 

Gute Resonanz bei den Betrieben

Zu den Hauptinteressenten von Feldklasse zählen unter anderem Bio-Betriebe, die Feldgemüse wie Möhren, Zwiebeln anbauen. "Aber auch Betriebe aus dem konventionellen Bereich, die Blattsalate wie Baby Leaf, Rucola und Ähnliches in Beeten anbauen, sind interessiert. Alles, was in Beeten angebaut und in Reihen ausgesät wird, da sind wir, glaube ich, sehr gut aufgestellt, um dem Kunden weiterzuhelfen."

"Viele Menschen sind erst mal verwundert, aber sobald man im Feld steht und den potentiellen Kunden die Maschinen vorführt, sind die Resonanzen durchweg gut. Das liegt wohl auch daran, dass wir Produkte anbieten, die es zuvor noch nicht gegeben hat. Die meisten Landwirte stellen sich jetzt schon die Frage, wie der Weg für die Zukunft aussehen sollen. Und genau diesen bieten wir an," so Bringsken.

Probleme durch Corona

"Wir haben gemerkt, dass wir schwerer an die Kunden herankommen. Und wie es natürlich in anderen Branchen auch ist: Wir hatten teilweise Lieferschwierigkeiten, die wir jedoch sehr gut abfangen konnten. Wir haben auch weiterhin Lieferzeiten von sechs Wochen, was im Branchenvergleich ziemlich kurz ist." 


Rukaby-Hacke mit automatischer Tiefenführung. Foto: Feldklasse GmbH 

Produktionsbedingungen der Maschinen

"Die Produktion findet zu fast 100% in Deutschland statt. Sicherlich kommt der Stahl auch aus dem Ausland, aber die Gesamtproduktion der Werkteile - von der Lackierung bis hin zum Bau - findet in Deutschland statt. Wir haben auch Partner in Frankreich, die Teile für uns bauen. Es ist aber fast 100% Made In Germany bzw. Made In Westeuropa."

Baukastenprinzip der Maschinen

Feldklasse bietet handmanuelle- sowie kameragestützte Reihenführungssysteme an. Die Maschinen sind auch im Investitionsprogramm Landwirtschaft des Bundes förderfähig. "Der Gemüseanbau ist ja ein sehr spezielles Feld in der Landwirtschaft. Man sagt ja nicht umsonst, es seien Sonderkulturen. Jeder Betrieb hat seine eigenen Anbauweisen, eine eigene Philosophie, die er dahinter hat. Der eine sät die Möhren vier-, der andere sechsreihig. Auf diese kleinen Nuancen kann unser Betrieb eben gut reagieren. Daher ist es sowohl für uns als auch für unsere Kunden sinnvoll, dass sich jeder aussuchen kann, was für seinen Betrieb passt. Wir stellen es dann wie in einem Baukasten in einer Maschine zusammen."

Weitere Informationen:
Feldklasse GmbH
Johannes Bringsken
Rudolf-Diesel-Str. 12
DE - 40670 Meerbusch
Tel.: 0049 152 26885109
Fax: 0049 2159 82 18 701
j.bringsken@feldklasse.de 
www.feldklasse.de 


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