Kartoffel-Marktbericht KW 22/2021:

'Das Sortiment der Speisefrühkartoffeln weitet sich aus'

Das Sortiment der Speisefrühkartoffeln weitete sich augenscheinlich aus, so der aktuelle BLE-Bericht. Mit ersten inländischen Berber, Gloria, Leyla und Linda fächerte sich das Angebot auf. In Berlin tauchten italienische Charlotte auf, die aber sehr teuer waren. Sie gesellten sich zu den bereits etablierten Annabelle, Sieglinde und Spunta. Zyprische Importe spielten eine gewichtige Rolle, marokkanische Nicola trafen derweil nur in München ein, wo sie sich vergünstigten, da die Nachfrage zu gering ausfiel. Ansonsten blieben die Notierungen meistens stabil, nur in Berlin und Hamburg verbilligten sich die zyprischen und italienischen Chargen ein wenig. Bei den Speiselagerkartoffeln schränkte sich die Warenpalette ein: Ditta, Nicola und Agria verabschiedeten sich zunehmend aus dem Handel. Bei einer ruhigen Bahnen verlaufenden Vermarktung veränderten sich die Bewertungen nicht wesentlich.

Rheinland-Pfalz: Frühe Importware dominiert das Angebot

Die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz meldet: Frühe Importware dominiert das Angebot im LEH. Die Nachfrage nach alterntiger Ware sinkt. Die Frühkartoffelbestände in der Pfalz entwickeln sich durch ausreichende Wasserversorgung meist gleichmäßig und zufriedenstellend. Durch die kühlere Witterung der vergangenen Wochen kann sich die Ernte jedoch etwas verzögern. Erste Abreifemaßnahmen wurden durchgeführt. Für den Markteinstieg im LEH könnten festschalige Frühkartoffeln ab Ende KW 24 bzw. Anfang KW 25 zur Verfügung stehen. Im Norden werden erste Lieferungen ab KW 27 erwartet. Die Frühkartoffelpreise im Hofladen liegen bei 1,80 - 2,00 €/kg. Im LEH ist erste losschalige pfälzische Frühware zu 1,60 €/kg im Sortiment. 

Hessen: Ruhige Nachfrage

Eine recht ruhige Nachfrage kennzeichnet die aktuelle Marktlage. Infolgedessen verläuft die Lagerräumung der Restbestände langsamer wie zunächst erwartet. Nach wie vor werden ansprechende Partien vermarktet und dürften noch zwei bis drei Wochen zur Verfügung stehen. Zwar überwiegen mittlerweile importierte Frühkartoffeln in den Regalen des LEH, doch das Interesse bleibt aus geschmacklichen Gründen verhalten. Hiesige, noch sehr losschalige Frühkartoffeln werden zu Erzeugerpreisen von rd. 84 EUR/dt angeboten und sind damit auf dem Preisniveau der Vorjahre, meldet der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen.
  

Niedersachsen: Vermarktung der Kühllagerkartoffeln

Die Corona Lockerungen sowie das wärmere Wetter der letzten Zeit, ließen den Frischkartoffel-Verzehr etwas zurück gehen. Zudem wurden nun die letzten Kartoffeln aus der Kühllagerung vermarktet. Die nächste Notierung von des Bauernverbands Nordostniedersachsen e.V. wird voraussichtlich im August 2021 stattfinden.

Schleswig-Holstein: Geringe Nachfrage für Ernte aus 2020

Der hiesige Kartoffelmarkt zeigt sich zu Wochenbeginn ruhig. Es wird von einer geringen Nachfrage für die restlichen Mengen aus der Ernte 2020 berichtet, so die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Hiesige Frühkartoffeln aus 2021 sind noch nicht verfügbar. Regional unterschiedlich verteilt gab es in der vergangenen Woche starke Gewitterereignisse. Die Kartoffelpflanzen entwickeln sich unbeschadet davon gut unterstützt von Sonnenschein und warmen Temperaturen.

Viele Kantinen haben weiterhin geschlossen, so dass Schälware in dem Bereich weiterhin geringe Absatzchancen hat. Restaurants werden vom Verbraucher, gerade auch bei dem aktuell sonnigen Wetter, vor allem im Außenbereich gern genutzt. Die Nachfrage aus der Gastronomie liegt dadurch etwas höher als im Zeitraum des Lockdowns.  

Die Frühkartoffeln im LEH sind hauptsächlich Importkartoffeln. Auf Wochenmärkten sind auch deutsche Frühe erhältlich. Das Preisniveau für deutsche Frühkartoffeln liegt etwa auf der Vorjahresbasis. Im Bundesgebiet werden Kurse genannt von 70 – 84 €/dt.


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