Kartoffel-Marktbericht KW 19-20:

'Präsenz der einheimischen Lagerware schränkte sich langsam ein'

Bei den Speiselagerkartoffeln schränkte sich die Präsenz der einheimischen Offerten langsam ein wenig ein. Dennoch konnte der Bedarf ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Die Unterbringungsmöglichkeiten hatten sich ausgeweitet: Zum einen halfen die ersten Coronalockerungen, denn die Gastronomie griff etwas intensiver zu. Zum anderen brummte das Spargelgeschäft und traditionell finden sich dann auch bei den Kartoffeln mehr Abnehmer.

Die Notierungen blieben meist konstant. Punktuell versuchte man, durch Vergünstigungen, aufgelaufene Bestände abzubauen. Speisefrühkartoffeln wurden in der Regel flott abgewickelt. Die dominierenden zyprischen und italienischen Chargen wurden von wenigen marokkanischen und spanischen flankiert. Die Händler sahen nur selten Anlass, ihre bisherigen Forderungen zu modifizieren, heißt es im neusten BLE-Marktbericht.

Rheinland-Pfalz: Zufriedenstellende Umsätze im LEH
Der Vermarktungsdruck alterntiger Lagerware bleibt bis zum Beginn der Frühkartoffelsaison. Das Angebot an Speisefrühkartoffeln aus den Mittelmeerländern wächst, einige Vollsortimenter und Discounter haben das Sortiment auch schon vollständig umgestellt. Pfälzer Erzeuger sind mit der Entwicklung der frühen Bestände trotz Kältephasen zufrieden. Erste Kartoffeln für den Ab-Hof-Verkauf könnten in dieser Woche geerntet werden. Preise unverändert, berichtet die Landwirtschaftskammer.

Hessen: Langsame Lagerräumung
Das Angebot von alterntiger Ware am Kartoffelmarkt ist immer noch bedarfsdeckend. Die Nachfrage von Gastronomie und Großabnehmern nach festkochender Ware bleibt noch schwach. In der Folge verläuft die Lagerräumung deutlich langsamer wie gewohnt. Ansprechende Partien werden zu unveränderten Preisen vermarktet. Für importierte Frühkartoffeln verläuft der Preisrückgang moderater wie in den Vorjahren. Abhängig vom Witterungsverlauf dürften nach den Pfingstfeiertagen erste Frühkartoffeln für die Direktvermarktung zur Verfügung stehen, so die Landwirtschaftskammer.

Niedersachsen: Unveränderte Marktsituation
Im Land Niedersachen wurden Speisekartoffeln aus dem Lager weiterhin verladen. Die Marktsituation bleibt etwa unverändert. Darauf weist der Bauernverband Nordostniedersachsen in der wöchentlichen Kartoffelnotierung hin. 

Schleswig-Holstein: Marktlage weitgehend unverändert
Alterntige Knollen können zum Preisniveau der Vorwochen verkauft werden, die Qualitäten müssen jedoch stimmen. Insgesamt steht vor allem aus Niedersachsen noch viel Ware am Markt zur Verfügung, weshalb höhere Preise hierzulande nicht erzielbar sind. Die Nachfrage des LEH ist stetig. Der Absatz an die Gastronomie ist zurückhaltend. Auch trotz der Öffnungsmöglichkeiten der Innerbereiche in Restaurants bleiben größere Nachfrageimpulse am Kartoffelmarkt bisher aus. Insgesamt ist die Stimmung weiterhin unsicher, wie gut die zusätzlichen Öffnungen angenommen werden, so die Landwirtschaftskammer.

Auch in dieser Woche sind die Temperaturen recht kühl und nur vereinzelt schafft es die Sonne durch die Wolkendecke durchzubrechen. Die Kartoffelpflanzen entwickeln sich daher nur langsam. Bis es die ersten hiesigen Frühkartoffeln geben wird, dauert es noch. Aus Rheinland-Pfalz wird allerdings berichtet, dass die ersten frühen Knollen für den Ab-Hof-Verkauft in dieser Woche erwartet werden.


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