Frederik Vossenaar vom Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität (LNV):

"Ein Gewächshaus allein genügt nicht"

"Ein Gewächshaus allein genügt nicht, um ein groß angelegtes, erfolgreiches Gartenbauprojekt auf die Beine zu stellen. Ein Gewächshaus ist ein Glied in der Kette", sagt Frederik Vossenaar vom Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität (LNV). Die niederländische Regierung möchte ausländischen Entwicklern und Regierungen dabei helfen, einen Weg zu finden. "Alle, die mit der Lebensmittelproduktion zu tun haben und sich mit den Herausforderungen der Zukunft beschäftigen, sollten sich der Bedeutung des Gartenbaus bewusst sein."

Vor und nach dem Anbau einer Tomate

"Wir stellen fest, dass gerade jetzt, wo die Corona-Pandemie den Fokus auf die Nahrungsmittelknappheit gelegt hat, die internationale Nachfrage nach lokaler Produktion steigt. Und das sind Großprojekte", sagt Frederik. "Aber damit diese erfolgreich sind, braucht es mehr als ein Gewächshaus und einen Erzeuger. Dinge wie Infrastruktur, Energie, Logistik, Marketingsysteme sind alles Faktoren, die man vor und nach dem Anbau einer Tomate braucht."

"Die Erzeuger wissen, dass die Niederlande das gärtnerische Herz der Welt sind. Darauf sind wir unheimlich stolz. Wir möchten dies auch ausländischen Regierungen, Investoren, Subventionsgebern und Think Tanks bewusst machen. Wir brauchen sie auch, um uns bei der Entwicklung der großen Gartenbauprojekte zu helfen, die eigentlich ein gartenbauliches Ökosystem sind."

Beispiele für erfolgreiche Kooperationen

Die niederländische Regierung hat sich mit verschiedenen Parteien des Sektors zusammengetan. Gemeinsam wenden sie sich nun auch an die internationalen politischen Entscheidungsträger, Investoren sowie Lizenz- und Subventionsgeber, die Investitionen in den Agrar- und Lebensmittelsektor fördern. In den kommenden Wochen werden drei Webinare organisiert, in denen anhand von drei erfolgreichen Projekten erklärt wird, was außer dem Bau eines Gewächshauses noch dazugehört. "Das sind Beispiele für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die zeigen, wie wir aus den Niederlanden mit Konsortien helfen können, ein groß angelegtes und finanziell solides Projekt zu realisieren."

Am 18. Mai um 14:00 Uhr steht der chinesische High-Tech Agriculture Park in Jiashan im Mittelpunkt und im Webinar am 15. Juni geht es um AppHarvest aus den Vereinigten Staaten. Am 13. Juli wird ein Best-Practice-Fall aus den Golfstaaten diskutiert.

Global agieren durch Co-Creation

"Es sind drei völlig unterschiedliche Welten, die zeigen, wie wir durch Co-Creation global agieren können. In China ist der Antrieb enorm und es werden gigantische Projekte realisiert. Das Engagement der Regierung ist enorm, ebenso wie das Potenzial, 1,2 Milliarden Menschen mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen. In den USA gibt es eine "Can-do"-Mentalität. Eine Menge Gemüse wird aus Mexiko importiert. Große Parteien möchten das selbst in die Hand nehmen und dann auch noch auf eine finanziell gesunde Art und Weise." Und dann ist da noch die Golfregion, wo Wasserknappheit eine große Rolle spielt und die Regierungen sich von Importen befreien wollen.

"Jeder Markt hat andere Facetten und Herausforderungen, und bei deren Lösung ist das Wissen der niederländischen Lieferanten von großem Wert. Wir arbeiten eng mit Top Sector als öffentlich-private Partnerschaft zusammen, und die Agrarräte in unseren Botschaften leisten großartige Arbeit. Kein Sektor hat so viele Überschneidungen wie der Gartenbau. Als sichtbare, öffentliche Komponente in einem Konsortium können wir vom Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität sicherlich mithelfen", sagt Frederik abschließend.

Die Webinarreihe wird angeboten von: AVAG, Dutch Greenhouse Delta, GreenTech, Netherlands Enterprise Agency, Top Sector Horticulture & Starting Materials und World Horti Center. Die Anmeldung für das erste Webinar am 18. Mai ist kostenlos und kann über www.worldhortievents.nl/solution erfolgen.

 


Erscheinungsdatum:



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