"Minustemperaturen haben bereits Schäden an Kirschbäumen angerichtet"

Kühle Witterung macht sächsischen Obst- und Gemüsebauern zu schaffen

Die Polarluft im April zog nicht ganz spurlos am Sachsen-Obst vorbei. Leiden mussten besonders die Süß- und Sauerkirschen. Die haben dieses Jahr nämlich schon dreifach auf die Mütze bekommen. "Die minus 20 Grad im Februar, Frost über Ostern sowie in der vergangenen Woche haben bereits Schäden an den Kirschbäumen angerichtet", sagt Jentzsch zu Tag24. Schon 2020 wurden statt 900 nur 500 Tonnen Süßkirschen geerntet.

Wegen der Wetterkapriolen im April werde sich auch die ostdeutsche Spargel-Saison schwierig gestalten, prophezeit René Heidig (37), Chef der Agrar GbR Naundörfel. "Es ist einfach zu kühl", sagt Heidig. "Spargel wächst erst ab einer Temperatur von 12 Grad. Wir liegen jetzt schon zwei Wochen zurück." Sein Edelgemüse wächst auf einem etwa zehn Hektar großen Feld bei Meißen. Angebaut werden hier vor allem weiße Stangen.

Obwohl die Erdbeer-Pflanzen noch nicht optimal entwickelt seien, sieht man bei der Obstland Dürrweitzschen AG "entspannt einem normalen Erdbeerjahr" entgegen. Susanne Kühn (35), die dortige Verantwortliche für Erdbeeren, hat bisher nur vereinzelt schwarze, erfrorene Blüten auf den Erdbeerfeldern entdeckt. "In der Nacht sollten es schon etwa zehn Grad sein, derzeit steigt das Thermometer nur auf maximal sechs Grad. Dafür decken wir die Pflanzen auch mit Fließ ab."

Weitere Informationen:
https://www.sachsenobst.de/ 
https://www.agrar-gbr-naundoerfel.de/ 


Erscheinungsdatum:



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