Deutscher Markt zeigt ersten Absatzeinbruch bei Fairtrade-Bananen seit 1999

"Wettbewerber haben Lidl eine Harke zeigen wollen - auf Kosten der Produzenten im Süden“

Transfair hat sein Ziel, mit Fairtrade-zertifizierten Produkten die Zwei-Milliarden-Umsatzgrenze in Deutschland zu überschreiten, 2020 verfehlt. Im Vergleich zum Vorjahr brach der Umsatz um rund 5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ein. Damit ist Deutschland der einzige Absatzmarkt für Fairtrade-Ware, der im vergangenen Jahr einen rückläufigen Gesamtumsatz verzeichnete. „Dies liegt nicht an einem veränderten Kaufverhalten der Bundesbürger sondern daran, dass kein anderes Land so stark im Out-of-Home-Segment aufgestellt ist“, betont Dieter Overath (r), Vorstandsvorsitzender Transfair e.V., gegenüber der Lebensmittel Praxis. 

Negativ auf die Bilanz in Deutschland ausgewirkt haben sich Probleme im Absatz mit Bananen - eines der stärksten Fairtrade-Produkte. Dies hatte laut Overath unter anderem damit zu tun, dass Discounter Lidl die Umstellung seines Bananen-Angebots auf 100 Prozent Fairtrade-Bananen wieder zurückgenommen hatte, mit der Begründung, der Wettbewerb habe Kunden durch Preisdumpingaktionen mit Bananen abgeworben.

„Da haben die Wettbewerber Lidl eine Harke zeigen wollen - auf Kosten der Produzenten im Süden“, kommentiert der Deutschland-Chef von Transfair. Die veränderte Strategie führte zu einer geringeren Nachfrage, der Absatz lag mit knapp 112.000 verkauften Tonnen um 14 Prozent unter dem Vorjahreswert (Umsatz: minus 19 Prozent). Dies sei der erste Absatzeinbruch bei Bananen seit 1999.

Weitere Informationen:
https://www.fairtrade-deutschland.de/service/ueber-transfair-ev 

 


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