AgroFair zur Verbreitung der Bananenkrankheit TR4

"Politische Verhinderung des Pilzes im Ursprung wird erfolgreich sein"

Diese Woche wurde AgroFair durch die Nachricht aufgeschreckt, dass in Peru ein erster Fall der Bananen-Pilzkrankheit Fusarium oxysporum spp cubense Tropical Race 4 (Foc TR4) festgestellt wurde. Fusarium ist eine große Familie von Pilzen, die auf der ganzen Welt vorkommt und viele Nutzpflanzen befällt. Foc ist auf Bananen spezialisiert. Foc TR4 ist eine Mutante, die als erste die Cavendish-Banane befallen kann. Die Cavendish-Banane ist die dominierende Exportbanane, die aufgrund ihrer Resistenz gegen frühere Foc-Varianten eingeführt wurde.

FoC TR4 ist in Asien und Afrika bereits weit verbreitet, wurde im vergangenen Jahr erstmals in Kolumbien gefunden und wurde nun auch in Peru nachgewiesen. AgroFair bezieht große Mengen an Bio-Bananen aus Peru. Der Anbau dieser Bananen ist nicht unmittelbar gefährdet.


Einblick in die Bananenproduktion im Ursprung / Bild: Agrofair

Maßnahmen
Die betroffene Plantage wurde inzwischen vollständig isoliert und es wurden Maßnahmen ergriffen, um andere Plantagen vor der Einschleppung des Pilzes zu schützen. Zu diesem Zweck wurde ein Paket von phytosanitären Maßnahmen ergriffen, die in der TR4-Ergänzung zum GlobalGAP-Standard festgelegt sind. Die Bananen selbst sind nicht mit dem Pilz infiziert. Es erreicht nur die Wurzeln und den Stamm der Banane aus dem Boden.

Lösungen
Eine kurative Behandlung von TR4-befallenen Plantagen ist nicht möglich. Isolierung und Schutz gesunder Plantagen ist das einzige Mittel. Aus diesem Grund hat AgroFair bereits vor einigen Jahren mit der Schulung und Information der Produzenten begonnen. AgroFair hat auch den Vorsitz der Task Force TR4 des Weltbananenforums inne. AgroFair hat außerdem die peruanischen Behörden aufgefordert, im gesamten Anbaugebiet strenge, kollektive Maßnahmen zu ergreifen, und hat Hilfe bei der weiteren Kartierung möglicher Kontaminationen angeboten.

"Unser lokales Team in Peru intensiviert die Schulung der Landwirte durch ein Online-Schulungsangebot", berichtet man. Mehrere Universitäten arbeiten an resistenten Bananensorten. Es wird gehofft, dass damit eine Lösung gefunden werden kann. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Eigenschaften einer solchen resistenten Banane, wie z. B. Form und Geschmack, anders sein werden als das, was wir derzeit gewohnt sind.

Eine andere mögliche Lösung wäre der Anbau von Cavendish-Bananen in einer Struktur mit geringer Dichte in Kombination mit anderen Pflanzen und Bäumen. Bei einer solchen Anordnung scheint die Anfälligkeit der Pflanzen geringer zu sein. Der Selbstkostenpreis für solche Bananen wird jedoch wesentlich höher sein, viel näher an den integralen ökologischen und sozialen Kosten (True Cost).

Langfristige Perspektive
"Wir erwarten in den kommenden Monaten keine Veränderung des Angebots an Peru-Bananen. Wir erwarten, dass die begonnene Politik zur Verhinderung der Ausbreitung des Pilzes im Produktionsgebiet erfolgreich sein wird.  Wir rechnen daher damit, dass wir noch viele Jahre lang hochwertige Bio-Bananen aus Peru beziehen können. Inzwischen haben wir auch Zugang zu Bio-Bananen aus Ecuador, Kolumbien und der Dominikanischen Republik", erläutert das Unternehmen abschließend.

Weitere Informationen:
AgroFair Benelux
Koopliedenweg 10
2991 LN Barendrecht
Tel: 0180-643900
info@agrofair.nl 
www.agrofair.nl 

 


Erscheinungsdatum:



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