Das Sortiment wurde noch immer von einheimischen Speiselagerkartoffeln dominiert. Deren Verfügbarkeit hatte sich nicht wesentlich verändert und reicht aus, um den Bedarf ohne Anstrengungen zu decken. Die Händler sahen selten Anlass, ihre bisherigen Preisvorstellungen zu modifizieren. Bloß in Frankfurt verteurten sich großfallende Offerten, geht aus dem neuesten BLE-Marktbericht hervor.
Im Sektor der Speisefrühkartoffeln verdichteten sich die Anlieferungen aus Italien. Dies hatte aber kaum Einfluss auf die Notierungen der zyprischen Konkurrenz. Lediglich in München kam es zu Vergünstigugnen: Die Vertreiber versuchten so, den Umschlag zu beschleunigen.
Rheinland-Pfalz: Frühkartoffelpflanzungen schreiten voran
Nachfrage und Marktversorgung im Speisekartoffelbereich sind weiterhin gut. Die Geschäfte laufen stetig. Die Qualitäten lassen saisonbedingt etwas nach. Französische Importe sind fester Bestandteil des Sortiments. Zyprische und ägyptische Frühkartoffeln sind in kleinen Mengen im Angebot. Die Frühkartoffelpflanzungen in der Pfalz gehen zügig voran. Die voraussichtliche Anbaufläche wird bei etwa 4.000 ha liegen, davon ca. 25 % unter Folie. Die Preise bleiben auf dem bisherigen niedrigen Niveau, so die Landwirtschaftskammer.
Hessen: Einschränkung des regionalen Angebots
Am hessischen Kartoffelmarkt bleiben die Preise unverändert. Nur für einzelne Partien in mängelfreier Qualität lassen sich Aufschläge erzielen. Aufgrund der physiologischen Alterung nimmt das Angebot ab, bleibt aber weiterhin ausreichend. Noch ist alterntige Ware gefragt und wird häufig gegenüber Importen bevorzugt, berichtet die Landwirtschaftskammer.
Unter besten Bedingungen und deutlich zeitiger wie gewohnt sind in Süd-Hessen die Auspflanzungen von vorgekeimten Knollen weit fortgeschritten und dürften bis zum Ende der Woche abgeschlossen sein. Nahezu unverändert bleibt die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr. Lediglich die Pflanzungen von Industrieware sind rückläufig.
Niedersachsen: Kaum Veränderung am Markt
Die niedersächsische Kartoffelbranche erfreut sich einer weiterhin steigenden Nachfrage im Exportgeschehen. Dies berichtet der Bauernverband Nordostniedersachsen im neuesten Marktkommentar. Währenddessen nahmen die Qualitäten der regionalen Lagerkartoffeln etwas ab, heißt es weiter. Insofern gibt es kaum Veränderung im Vergleich zur Vorwoche.
Schleswig-Holstein: Wenig Bewegung im Vergleich zur Vorwoche
Im Land Schleswig-Holstein wird weiterhin von einem mehr als ausreichenden Angebot berichtet. Die Preise bleiben in der Spitze stabil, die untere Preisspanne fällt hingegen noch geringer aus. Zusätzliche Preisabschläge sind aufgrund von minderer Qualität oft die Folge. Der anhaltende Lockdown für die Gastronomie bis Ostern und auch fehlende Exportmöglichkeiten aufgrund von Lockdowns in den Importländern führen zu einer nur stetigen Nachfrage. Eine Nachfragebelebung für Schälkartoffeln oder Übergrößennachfrage für die Exportgeschäfte bleibt derzeit aus.
Die hiesigen Frühkartoffelpflanzungen unter Folie für die ersten heimischen Kartoffeln im Jahr sind etwa zu 20-25 % abgeschlossen. Der Boden ist aufgrund von Nachtfrösten oft noch zu kalt.
Frühkartoffeln als Importware sind im LEH bisher nur begrenzt zu finden. In den kommenden Wochen werden diese allerdings das hiesige Sortiment erweitern und in Konkurrenz treten mit den Knollen aus der Ernte 2020, berichtet die Landwirtschaftskammer.