Spanien

Blütephase der Steinfruchtbäume in Murcia sieht nicht nur wunderschön, sondern auch vielversprechend aus

Die Steinfruchtbäume in der Region Murcia stehen in voller Blüte. In einigen Regionen hängen schon die ersten Früchte an den Bäumen. Normalerweise locken die blühenden Bäume jedes Jahr viele Touristen an. In diesem Jahr ist das wegen des Coronavirus und der damit einhergehenden Restriktionen jedoch anders. Es kommen kaum Besucher und die Leute müssen sich mit Fotos und Videos der Blütenpracht begnügen.

Auch wenn es noch zu früh ist, um die Mengen zu schätzen, werden die Erträge voraussichtlich durchschnittlich ausfallen, sollte das Wetter mitspielen und es keinen Frost oder Stürme geben. Im vergangenen Jahr fielen sie 15 Prozent kleiner aus. Die Ernte könnte sich allerdings im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht verspäten.

"Die Blütephase sieht sehr vielversprechend aus. Im Winter hatten wir kühle Temperaturen und das fördert das Blütenwachstum. Die Qualität wird dank des Frosts und des stürmischen Wetters Anfang des Jahres voraussichtlich ziemlich gut. Allerdings wird die Ernte wahrscheinlich etwas später beginnen als im vergangenen Jahr", sagt Joaquín Gómez, Präsident des Produzenten- und Exporteurverbandes für Obst, Trauben und andere Agrarkulturprodukte, APOEXPA.

"Ab der letzten Aprilwoche werden wir die ersten Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen in Murcia ernten. Etwa fünf Tage später kommen dann auch Paraguayo Pfirsiche dazu", sagt er.

Die Anbaufläche für Steinfrüchte in der Region Murcia bleibt mehr oder weniger stabil. Aprikosen bilden allerdings die Ausnahme, weil die Erträge in den vergangenen zwei Saisons geschwankt haben. Außerdem werden immer wieder neue Sorten entwickelt. Die guten Preise, die im vergangen Jahr dadurch erzielt werden konnten, sind eine ziemlich gute Motivation.

Die spanischen Steinfrucht Exporteure werden sich vermehrt auf den europäischen Markt konzentrieren. "Die Logistik ist wegen der Pandemie noch immer eingeschränkt. Dadurch brauchen die Produkte gerade bei Langstrecken-Transporten einige Tage länger. Es wird daher ziemlich schwierig werden, per Schiff oder Flugzeug in Drittländer zu exportieren", sagt Joaquín Gómez.

Außerdem ist es die erste Saison in der Großbritannien - ein wichtiges Exportziel für spanische Steinfrüchte - nicht mehr in der Europäischen Union ist. "Ich denke, dass unsere Steinfrucht-Exporte den Brexit überleben werden. Auch wenn Großbritannien nun offiziell nicht mehr zur EU gehört, werden wir unsere starken Geschäftsbeziehungen zu den Briten weiterhin pflegen. Im Jahr vor dem Ausbruch der Pandemie kamen rund 20 Millionen britische Touristen nach Spanien. Spanische Produkte sind tief in der britischen Kultur verwurzelt und ich denke nicht, dass das jetzt so einfach vorbei ist. Außerdem haben wir, was Logistik und Service angeht, Drittländern wie Marokko gegenüber einen Vorteil", sagt der Präsident des APOEXPA abschließend.

Joaquín Gómez
APOEXPA
jgomezapoexpa@hotmail.com 
www.apoexpa.es


Erscheinungsdatum:



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