Bayerischer Fruchthandelsverband erwünscht zügige Umsetzung der Neubaupläne

"Schnellere Realisierung des Neubaus sichert Vielfalt und Frische für München und Umland"

Der Fruchthandelsverband fordert das Planungsreferat, den Investor und das Kommunalreferat auf, den Auftrag des Münchner Stadtrats zum Neubau der Großmarkthalle zügig und ohne weitere Verzögerung umzusetzen, damit für die Nutzer der Großmarkthalle Planungssicherheit entsteht.

„Wir stehen sowohl mit dem Investor als auch mit dem Kommunalreferat in engem Austausch und schätzen es sehr, dass sowohl die Stadt München als auch der Investor nach wie vor uneingeschränkt hinter dem Projekt stehen, auch wenn es im Jahr 2020 Verzögerungen gegeben hat, die zum Teil auch auf die Corona Pandemie zurückzuführen sind. Die Bedeutung des Münchner Großmarkts darf auf keinen Fall unterschätzt werden. Auf dem Gelände in Sendling, einem der größten Märkte in Europa, haben 3.000 Menschen ihren Arbeitsplatz. Hier schlagen unsere Mitglieder und insgesamt über 200 Import- und Großhandelsunternehmen jährlich ca. 600.000 Tonnen Waren in 140 Gattungen aus 83 Ländern im Wert von über ca. 750 Millionen Euro um. Hinzu kommen 65 Gartenbau-Erzeugerbetriebe, 45 Blumenhändler und 15 Großhandels-unternehmen sonstiger Branchen", resümiert Günther Warchola (r), der Präsident des Verbandes des Bayerischen Frucht-Import und Großhandels, die Lage nach der Berichterstattung über weitere Verzögerungen beim Bau der neuen Großmarkthalle.

Insgesamt generieren auf dem Großmarkt inklusive Blumengroßmarkt und Gärtner-halle knapp 400 Unternehmen einen Jahresumsatz von geschätzten ca. 1,5 Milliarden Euro. Warchola: "Vor diesem Hintergrund sehen wir die jüngste Presseberichterstattung, wonach mit weiteren Verzögerungen bei der Realisierung des Neubaus zu rechnen ist, sehr kritisch. Wir fordern alle Beteiligten nachdrücklich auf, alles Erdenkliche zu tun, damit der Auftrag des Münchner Stadtrats zum Neubau der Halle so schnell wie möglich realisiert werden kann."

„Wir sind froh, dass die Stadt München schon vor einiger Zeit erkannt hat, dass die Großmarkthalle ein Garant für die Frische und die Vielfalt der Versorgung der Münchner Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln ist. Die Münchner wollen auch in Zukunft die Vielfalt der Wochenmärkte, des Viktualienmarktes und der vielen kleinen Obst- und Gemüseläden in den Vierteln. Den Zweiflern muss man entgegenhalten, dass bei einem Wegfall des Marktes ein gefährliches Oligopol der Discounter und Handelsketten im Obst-und Gemüsehandel entsteht“, so Warchola.

Wahrzeichen des Viertels
Anstoß nimmt der Fruchthandelsverband an Beschwerden über angeblich übermäßige Lärmbelastung aus der Nachbarschaft des Großmarkts. Warchola: „Den wenigen Anwohnern, die sich in jüngster Zeit über Lärmbelästigungen durch Gabelstapler oder sonstigen Verkehr auf dem Großmarktgelände beschwert haben, geben wir zu bedenken, dass bei einer Verlagerung des Großmarktgeländes die Gentrifizierung Sendlings schnell voranschreiten wird und nicht nur ein Wahrzeichen des Viertels, sondern auch die Vielfalt aus München ver-schwinden wird!"

Er ergänzt: "Eine der Lehren aus der Corona-Krise ist, dass die Vielfalt der Bezugsquellen und Lieferwege die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit frischen Lebensmitteln in hohem Maße sicherstellt. Der Großmarkt München stellt rund 80 Prozent seiner Waren von regionalen Erzeugern bereit. Ein Trend, der nicht nur vom Endverbraucher zunehmend geschätzt wird, sondern auch noch der Umwelt gut tut, weil er die Wertschöpfung im Land lässt und Erzeuger aus der Region stärkt. Das Alles steht auf dem Spiel, wenn nicht alle Beteiligten an einem Strang ziehen und den Auftrag des Stadtrats zum Neubau der Großmarkthalle zügig umsetzen!“

Weitere Informationen:
http://www.fruchtverband.de/  


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