Adrie Kleinjan, Kleinjan's Aardappelhandel:

"Große Sorgen in der Kartoffelbranche"

Die Situation im Kartoffelhandel sieht im Moment nicht rosig aus. "Bis letzte Woche war der Export sehr gut und es wurden viele Kartoffeln exportiert. Jetzt schließen einige, vor allem afrikanische Länder, ihre Grenzen, weil sie ein eigenes Produkt haben, das von anderen Ländern noch nicht aufgenommen wird", sagt Adrie Kleinjan von Kleinjan's Potato Trade. 

"Jeder hat genug von seinem eigenen Produkt, so dass wir meiner Meinung nach in den nächsten Wochen in einen Problemmarkt geraten werden", erwartet Adrie. "In anderen Jahren hat die Pommes-Frites-Industrie immer freie Kartoffeln auf dem Markt gekauft, aber wegen der ganzen Corona-Situation entgeht Ihnen jetzt dieser Umsatz. Da es jetzt keine Ersatzmärkte gibt, sieht es sehr besorgniserregend aus."

Darüber hinaus gibt es viele Parteien mit Keimproblemen. Mit Chlorprofam haben wir seit 70 Jahren ein Mittel dagegen, aber das ist nun verboten und andere Mittel bringen nicht den gewünschten Erfolg. Darüber hinaus werden viele Kartoffeln im Herbst unter nassen, warmen Bedingungen gerodet. Viele Landwirte hatten gehofft, mit den Kartoffeln im Schuppen, das große Problem bezwungen zu haben, aber stehen jetzt vor einer großen Herausforderung, ihre Kartoffeln keimfrei zu halten."

"Es gibt viele Kartoffeln im Angebot, die Keime haben und die können wir jetzt nicht handeln. Alles in allem befindet sich der Kartoffelsektor derzeit in einer sehr schwierigen Lage. Es ist unmöglich, Kartoffeln ohne Keimung zum Konsumenten - der nicht auswärts essen darf - zu bekommen. Die Verbraucher akzeptieren einfach keine Speisekartoffeln mit Keimen. Wir wissen nicht, wie das weitergehen wird, aber es sieht in diesem Jahr sehr besorgniserregend aus."

"Die Preise stehen seit dem Sommer unter Druck. Und seien wir mal ehrlich, die Landwirte wollen den höchstmöglichen Preis für ihr Produkt erzielen. Wenn sie bereit sind, für den Marktpreis zu verkaufen, findet kein Verkauf statt. Alles in allem eine schmerzhafte Situation. Ich erwarte, dass im nächsten Jahr viel weniger Menschen bereit sind, Kartoffeln zu pflanzen, obwohl wir auch nach Corona die Welt weiterhin mit Kartoffeln versorgen möchten. Normalerweise ist Weihnachten immer eine angenehme Zeit, aber in vielen Kartoffelfamilien wird es dieses Jahr ein Weihnachten mit viel Kopfzerbrechen sein", so Adrie abschließend.

Für weitere Informationen:
Adrie Kleinjan
Kleinjan’s Aardappelhandel BV
adrie@kleinjansaardappelhandel.nl 
www.kleinjansaardappelhandel.nl


Erscheinungsdatum:



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