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Ralf Gerths (Gemüse-Großhandel Gerths) zur diesjährigen Saison

"Üppige Erträge und Absatzprobleme setzen dem Kohlsektor zu"

Die Kohlernte in der nördlichen Anbauregion Dithmarschen nähert sich langsam aber sicher dem Ende. Eine reichliche Versorgungslage bei den sämtlichen Kohlsorten trifft auf corona-bedingte Absatzprobleme in den Sparten Gastronomie und Großverbrauch. Das gehe mit entsprechenden Niedrigstpreisen und Umsatzverlusten einher, bestätigt Ralf Gerths, Geschäftsführer des gleichnamigen Großhandelsunternehmens mit Sitz in Oesterwurth.

Karotten: Überwiegend kleinere Kaliber
Regionale Karotten bilden etwa 40 Prozent des gesamten Warenumschlags der Firma Gerths. Die diesjährige Ernte wird bald abgeschlossen, heißt es seitens des Unternehmens. "Es wird dieses Jahr alles in allem einen mittelmäßigen Ertrag geben. Aufgrund der Trockenheit in diesem Jahr dominieren überwiegend kleinere Kaliber das zu vermarktende Angebot, welche logischerweise zu niedrigeren Preisen gehandelt werden." Die diesjährigen Notierungen liegen somit deutlich unter dem durchschnittlichen Preisniveau. 

Weiß- und Rotkohl: Reichliche Versorgungslage, schleppender Markt
Das Anbaugebiet Dithmarschen pflegt eine langjährige Tradition in der Kohlerzeugung. Auch das Familienunternehmen Gerths liefert jährlich tonnenweise Kohlgemüse an die norddeutschen Großmärkte und LEH-Filialen sowie in die verarbeitende Industrie. "Wir beobachten dieses Jahr eine reichliche Versorgungslage und werden problemlos bis Ende Juni regionalen Weiß- und Rotkohl liefern können."

Währenddessen haben sich die erneute Gastro-Schließung und die reduzierte Mengenabnahme in der Gemeinschaftsverpflegung gravierend auf die Kohlpreise ausgewirkt. "Convenience-Hersteller die zum Beispiel für Kitas und Kantinen produzieren, brauchen nun deutlich weniger Mengen. Auch der Bedarf an Rohware für die Sauerkrautherstellung ist nicht überwältigend. Sogar seitens des LEH gibt es generell weniger Nachfrage nach Kohl und Sauerkraut." Infolgedessen liegen die Erzeugerpreise bei 0,05-0,06 Euro/kg für losen Rot- und Weißkohl. Sackware wird je nach Verpackungsgröße um 0,06-0,10 Euro/kg gehandelt.

Spitzkohl: Auch Trendprodukt nun weniger gefragt
Trendprodukt der letzten Jahre in der Region Dithmarschen sei der Spitzkohl. Die Kohlart erfreut sich von Jahr zu Jahr einer steigenden Beliebtheit, sowohl beim Erzeuger als auch beim Verbraucher. Gerths: "Doch auch der Spitzkohl wurde bisher deutlich weniger verkauft. Erwähnenswert ist aber, dass wir im Vorjahr eine spürbare Warenknappheit hatten, weshalb alle auf der Suche nach Spitzkohl waren. Dieses Jahr ist die Versorgungslage genau umgekehrt, weswegen die mangelnde Nachfrage nicht unbedingt auf Corona zurückzuführen ist."

Rechts:: Der Konsum sowie die Anbaukapazität bei Spitzenkohl wächst stetig. Diese Woche wird die diesjährige Ernte voraussichtlich beendet. In Dithmarschen wird der Spitzkohl weniger als Lagerware, sondern überwiegend frisch vermarktet. 

Spürbare Folgen der Pandemie
Das Familienunternehmen Gerths gehört mit zu den ältesten Großhandelsunternehmen der Region Dithmarschen und beliefert vorwiegend Großmärkte, LEH-Filialen sowie Industriekunden. Für den überregional agierenden Gemüse-Großhändler sei die heutige Pandemie nicht unbedingt existenzbedrohend, betont das Management. "Trotz etwa einem Drittel Umsatzverlust werden wir die Krise wohl verkraften können, die Frage ist allerdings ob unsere Kunden sie überstehen werden."

Weitere Informationen:
Dorothea Gerths Gemüsegroßhandel GmbH
Ralf Gerths
Poppenwurth 18
D-25764 Oesterwurth
Tel. +49(0)4833-45050
Fax: +49(0)4833-450518
e-Mail: info@gerths-gemuese.de   
www.gerths-gemuese.de    


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