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Deutschland wichtigster Absatzmarkt

"Niederländisch-belgische Rosenkohlanbaufläche nimmt zu"

Der Herbst ist da. Es ist also Zeit für Pilze, Kürbisse und natürlich Rosenkohl. Wie entwickeln sich die Dinge in diesem Sektor? Gibt es eine wachsende Nachfrage nach diesen kleinen Kohlarten? Früher waren sie bitter, werden aber dank der weiteren Entwicklung immer schmackhafter.

Die niederländische Firma Van Oers United exportiert dieses Produkt nach ganz Europa. „Sie finden unseren Rosenkohl von Norwegen bis Spanien und von Italien bis Irland. Deutschland ist unser wichtigster Absatzmarkt. Es nimmt die größten Mengen ein und macht 60 % der gesamten Rosenkohl-Exporte aus den Niederlanden aus“, sagt Bert van der Beek von Van Oers United.

„Wir wählen hauptsächlich die Sorte B (zwischen 30 und 40 mm) für den Exportmarkt aus. Für den niederländischen Markt und den Markt für gefrorenen Rosenkohl bevorzugen wir die kleineren A-Sorten (23 bis 30 mm). Die Züchter konzentrieren sich mehr auf die Produkte der B-Qualität. Diese bieten den besten Gewichtsertrag pro Hektar. Sie können also den höchsten Ertrag erzielen. Es sei denn, sie bauen für einen bestimmten Markt an, wie zum Beispiel den Tiefkühlkostsektor.“

Sorten und Anbau
In diesem Jahr wurde die Anbaufläche sowohl in den Niederlanden als auch in Belgien weiter ausgeweitet. „Vor allem in Belgien gibt es eine größere Nachfrage aus dem Tiefkühl-Sprossensektor. Auch in den Niederlanden ist eine leichte Ausweitung zu verzeichnen. Das liegt vor allem an den guten Saisons, die wir hatten. Dann entscheiden sich die Bauern, ein paar Hektar mehr zu bepflanzen. Aber es gibt weniger Rosenkohlanbauer als vor zehn Jahren“, sagt Bert.

„Das liegt vor allem daran, dass der Anbau in den letzten Jahren professioneller geworden ist. Viele kleinere Unternehmen konnten sich neue Maschinen und Techniken nicht mehr leisten. Der Umfang, in dem sie diese Keimlinge anbauten, war zu gering. Also hörten sie auf. Jetzt gibt es eine Expansion unter den verbliebenen Bauern. Aber auch neue Züchter sind in den Anbau des Rosenkohls eingestiegen.“

Abacus, Stedia und Albarus sind die Spitzensorten des niederländischen Rosenkohls. „Diese Sprossen sind bereits viel schmackhafter als die alten Sorten, die bitter schmeckten. Deshalb sprach man früher von ‚Eine Nacht Frost für Rosenkohl, bevor er gut schmeckt.‘ Der Nachtfrost soll den Keimling etwas süßer schmecken lassen. Das ist jedoch ein hartnäckiger Mythos unter den Verbrauchern“, fährt Van der Beek fort.

„Es gibt nicht nur verschiedene grüne Rosenkohlarten, es gibt auch Nischenprodukte wie violette Rosenkohlarten und Kalettes. Van Oers United versuchte das mehrere Jahre lang, aber dieser Markt kam nicht sehr gut in Schwung. Er war hip, heiß und für kurze Zeit ein Hype. Aber, unbekannt bedeutet immer noch ungeliebt. Ein weiterer Faktor ist, dass es schwierig ist, ein solches Nischenprodukt in dem Umfang zu organisieren, wie wir es anbauen. Deshalb haben wir aufgehört.“

„Die reguläre Anbausaison des Rosenkohls beginnt früher und endet später. Van Oers United baut Rosenkohl auch an Standorten in Übersee an. So können wir das ganze Jahr über frischen Rosenkohl anbieten. Wir haben dieses schmackhafte Gemüse das ganze Jahr über auf dem Markt. Im Sommer ist die Nachfrage auf einem anderen Niveau als im Herbst und Winter“, fügt Bert hinzu.

Ganzjährig
Van Oers United liefert das ganze Jahr über frischen Rosenkohl auf den europäischen Markt. Ab März tun sie dies mit ihrer eigenen Ernte in Marokko. „Die niederländische Saison endet etwa im März. Dann beginnen wir mit der Ernte in Marokko. Der marokkanische Rosenkohl wird hauptsächlich in England konsumiert. Die Engländer lieben den Rosenkohl und haben den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch in Europa. Wir sind besorgt über unsere Exporte nach Großbritannien. Besonders angesichts des bevorstehenden Brexit. Wir fragen uns, wie die Beziehungen zwischen der EU und Großbritannien am 1. Januar 2021 aussehen werden.“

Neben dem niederländischen Anbau kommt die Hauptkonkurrenz von lokalen Erzeugern aus ganz Europa. „Lokale Produkte haben während der Saison Vorrang vor niederländischen Sprossen, insbesondere in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Das hängt mit dem Trend ‚lokal-für-lokal‘ zusammen, der überall zu beobachten ist. Auch die Anbaubetriebe im Ausland wachsen flächenmäßig, wenn es um den Rosenkohl geht“, erklärt Bert.

Verpackung
Der Trend zu nachhaltigeren Verpackungen ist auch beim Rosenkohl zu beobachten. Bert bemerkte aber auch einen Trend zu weniger Inhalt. „Bei deutschen Einzelhändlern sahen wir zum Beispiel Verpackungen von 750g bis 1kg. In England sind es gereinigte Rosenkohlkeime zwischen 200 und 250 g. Mehrere niederländische Einzelhändler haben oft unterschiedliche Verpackungsarten für verschiedene Zielgruppen. Dazu gehören auch unterschiedlich große Packungen mit Rosenkohl. Vorerst werden die Keimlinge noch in Flow-Packs verpackt. Die Herausforderung besteht nun darin, die dringend nachgefragte nachhaltige Verpackung zu entwickeln.“

Arbeit
Das ist jedoch nicht die einzige Herausforderung für den Sektor. Der Rosenkohl muss mit weniger Substanzen angebaut werden. Und auch die Arbeit ist eine Herausforderung. „Der Rosenkohlanbau ist arbeitsintensiv und die Arbeitskräfte werden in den kommenden Jahren knapper werden. Deshalb muss der Sektor zur automatischen Ernte und Pflanzung übergehen. Auch bei der optischen Keimsortierung gibt es große Fortschritte“, so Bert abschließend.

Mehr Informationen:
Van Oers United
www.vanoersunited.nl 
Bert van der Beek
bvanderbeek@vanoersunited.com 


Erscheinungsdatum:



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