Schweizer Detailhändler verlangt Deklaration

Migros will keine Ernte-Affen

Bei der Ernte von Kokosnüssen setzen einige Produzenten gemäss Medienberichten Affen ein. Diese Affen leben offenbar unter Bedingungen, die den Ansprüchen an eine tierfreundliche Haltung nicht gerecht werden. Die Migros kann die öffentliche Kritik an der schlechten Behandlung dieser Affen nachvollziehen. Sie hat deshalb intensive Abklärungen getroffen und kann nun den Einsatz von Affen bei der Gewinnung von Kokosnüssen für Rohstoffe in den Eigenmarkenprodukten der Migros Industrie ausschliessen. 

Anders als die Migros verkauft Denner Kokosmilch der Marke Chaokoh. Produkte dieser Marke könnten laut der Tierschutzorganisation PETA Kokosnüsse enthalten, bei deren
Ernte Affen im Spiel waren. Die Denner-Verantwortlichen haben inzwischen ihren Lieferanten kontaktiert. Dieser bestätigte, dass die Vorwürfe bezüglich jener Produkte, die in den Denner-Kanal fliessen, unbegründet sind. 

Weil sich die Migros sehr stark für das Tierwohl im In- und Ausland einsetzt, nimmt sie die vorliegende Thematik explizit in die Beschaffungsgrundsätze der Migros-Gruppe auf. Damit ist auch künftig gesichert, dass im Migros- und Denner-Sortiment keine Kokos Produkte im Angebot sind, die Kokosnüsse enthalten, bei deren Ernte Affen zum Einsatz kamen.

Vor der Einführung einer obligatorischen Deklaration, wie sie eine in der Herbstsession eingereichte Motion (20.4232) verlangt, empfiehlt die Migros genaue Abklärungen seitens der Motionärin. Wenn schweizweit nur ein, zwei Produkte betroffen sind, ist eine Ausdehnung der Deklarationspflicht aus Sicht der Migros übertrieben bzw. unverhältnismässig.

Quelle: Migros


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