Daniel Frey (Frey Gemüse AG) zum Convenience-Markt

"Corona hat insbesondere die Hochfrequenz-Standorte hart getroffen"

Die Corona-Krise hat sich zum Teil gravierend auf die Umsätze in der Lebensmittelbranche ausgewirkt, insbesondere auf den Außer-Haus-Markt. Dies bekommen auch die Hersteller und Lieferanten im Bereich Convenience zu spüren. „Die für uns bedeutende Absatzsparten, wie Kantinen, Raststätten und Tankstellen – die Hochfrequenz-Standorte – sind besonders hart getroffen“, blickt Daniel Frey, Geschäftsführer der Frey Gemüse AG, auf die vergangenen, bewegten Monate zurück.

Anbautechnisch sei 2020 bislang kein schlechtes Jahr für den Gemüsebau- und Verarbeitungsbetrieb mit Sitz in Kirchleerau (Kanton Aargau). „Wir hatten weder mit andauernden Trockenphasen noch großer Frostproblematik zu kämpfen und unsere Kulturen haben regelmäßige Niederschläge bekommen. Bislang sind die Erträge über das gesamte Sortiment hinweg recht erfreulich gewesen“, fasst Frey das bisherige Erntejahr zusammen.


Hauptstandort der Frey AG in Kirchleerau (Kanton Aargau)

Die optimale Witterung habe das Wachstum der Gemüsekulturen jedoch zu sehr beschleunigt, ergänzt man. „Unsere Lauch- und Kohlgewächse sind einfach zu schnell herangewachsen. Gleiches gilt für die Blattsalate. Ein früher Saisonausklang bis Ende Oktober wäre daher wohl nicht auszuschließen. Das Wetter in den kommenden Wochen wird in dieser Hinsicht ausschlaggebend sein.“


Impression aus der Convenience-Produktion der Firma Frey

Covid-19: Heterogene Auswirkungen in der Frischebranche
Während sich der Gemüsebau überwiegend nach Plan fortgeschritten hat, läuft der Absatz in diesem außergewöhnlichen Vermarktungsjahr bisher eher schleppend. „Die Krise hat sich recht heterogen auf die Lebensmittelbranche ausgewirkt. Die genannten Absatzbereiche sind hart betroffen, Liefer-Services hingegen erleben derzeit einen Boom“, beobachtet Frey. Insgesamt rechnet der Frischelieferant über das vollständige Geschäftsjahr hinweg mit einem Umsatzverlust um zehn Prozent.


Feldarbeiter im Eigenanbau

Die Krise habe laut Frey auch die Innovationsbereitschaft in der Produktauswahl erheblich gehemmt. „Innovationsentwicklung ist derzeit wegen Corona sehr schwierig. Denn die Krise hat uns gezeigt, dass externe Faktoren unseren Markt extrem beeinflussen können. Langfristige Produkttrends sind daher kaum einzuschätzen, weswegen wir als Convenience-Anbieter versuchen eine gewisse Flexibilität in der Rezeptur zu behalten. Somit können wir wenn nötig sofort auf neue Entwicklungen am Markt reagieren.“

Verpackte Produkte seien während des Lockdown aus Hygiene-Gründen besonders gefragt gewesen. Die Thematik wird die Branche auch in den kommenden Jahren weiterhin beschäftigen, prognostiziert Frey.

High Convenience als Markenzeichen
Die Firma Frey ist in der schweizweiten Systemgastronomie fest etabliert. Das Traditionsunternehmen hat sich über die Jahre hinweg stetig weiterentwickelt und verarbeitet sowohl eigene Erzeugnisse als auch zugekaufte Rohware zu innovativen Convenience-Konzepten. „Vor zwei Jahren haben wir ein neues Projekt ins Leben gerufen. Wir haben Kapazitäten in der Verarbeitung freigemacht für neue Konzepte. Seitdem spezialisieren wir uns noch mehr auf komplexe Rezepturen, etwa portionierte Menüs, Frischsuppen und vieles mehr.“

Weitere Informationen:
Frey Gemüse AG
Daniel Frey
Hinternack 100
5054 Kirchleerau
Tel: 062 726 01 01
Fax: 062 726 01 02
Mail: info@frey.ch 
Web: www.frey.ch  


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