Produktlinien für Kinder auf dem Vormarsch

Maßgeschneidertes Obst für die Kinderhand

Klein, rund und passend für jede Kinderhand – das ist Pinkids, der Apfel für Kinder von Pink Lady. „Die Früchte fallen kleiner aus, entsprechen aber geschmacklich und farblich den gleichen Qualitätsansprüchen wie Pink Lady“, erklärt eine Unternehmenssprecherin von Pink Lady Europe gegenüber Lebensmittel Praxis. Pinkids sei Teil des nachhaltigen „Zero Waste“-Ansatzes. Auch bei Gemüse gibt es Produktgrößen für die Kinderhand.

Beim Discounter Lidl werden kleine Obst- und Gemüsesorten einzelgepackt und speziell für Kinder mit Namen wie Tomaten-Piraten und Gurken-Schurken ausgelobt. Ergänzt um saisonale Produkte hat das Unternehmen der Schwarz-Gruppe bundesweit rund zehn dauerhaft gelistete Artikel im Sortiment. Die Edeka-Tochter Netto Marken-Discount bietet mit der Tabaluga-Produktreihe ein Sortiment für Kinder. Die Produktpalette reicht von Obst und Gemüse über Getränke bis zu Drogerieartikeln. Der Erlös fließt in die Peter Maffay Stiftung.

Testlauf im Großraum Berlin
Beim Einkauf sind die teils hohen Supermarktregale eine Herausforderung für Kinder. Das frische Obst und Gemüse zu sehen, geschweige denn danach zu greifen, ist schwer. Mit dem ersten kindgerechten Obst- und Gemüseregal hat das Start-up Erdbär aus Berlin eine Lösung in Kooperation mit Edeka entwickelt. „Die Regale werden bis Ende des Jahres in Berlin und Umgebung getestet. Ab 2021 folgt der Roll-Out in ganz Deutschland. Anfragen von anderen Märkten haben uns auch erreicht“, berichtet Pressesprecher Marco Joa. Für die Testphase wurde das Regal in Bollerwagen-Optik mit saisonal wechselndem Obst und Gemüse sowie Warenkunde-Lektüre im Edeka-Markt Groß in Berlin platziert.

„Wir haben es direkt am Eingang aufgebaut, damit es nicht zu übersehen ist“, erzählt Marktleiter Patrick Focke. Doch es sei nur sporadisch genutzt worden. Die Konsequenz: „Das Regal wird unseren Markt wieder verlassen. Es war nur ein Test“, sagt Focke. Er vermutet, dass die fehlende Bekanntheit des neuen Elements am Point of Sale der Grund sein könnte. „Nun arbeiten wir am Feinschliff der visuellen Kommunikation, so dass der Endkunde das Regal im Markt sofort als solches erkennt und nicht etwa mit Dekoration in Verbindung bringt“, berichtet Joa.

Beitrag zur Ernährungsbildung 
Einige Handelsketten leisten einen Beitrag zur Ernährungsbildung, wie eine LP-Umfrage ergab. „Über die Schulen und Kindergärten können viele Kinder und Eltern erreicht werden“, sagt Rewe-Sprecher Thomas Bonrath. Bereits 2009 ergriff Rewe mit der Power Tüte die Initiative für ein gesundes Schulfrühstück. 2014 wurde die Tüte zur Power Kiste. Diese wird jeden Morgen von einem Rewe-Markt in der Nähe frisch gepackt. Derzeit werden 14 Schulen in ganz Deutschland damit versorgt.

Quelle: Lebensmittel Praxis


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