Ankündigungen

Stellenbörse

Top 5 -Gestern

Top 5 -letzte Woche

Top 5 -im letzten Monat

LWK Niederösterreich kritisiert Niedrigstpreise für Übergrößen

Bauern fordern mehr Geld für Kartoffeln

Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich kritisiert, dass für Erdäpfel dieses Jahr weniger bezahlt werde. Der Grund dafür liege in der Größe der Erdäpfel: Wegen der Trockenheit sind die Früchte heuer größer als die Norm und deswegen weniger wert, weiß ORF.

Für ein Kilogramm Erdäpfel würden Landwirte aktuell fünf bis sieben Cent erhalten, weil der Großteil der Ernte heuer „übergroß“ sei, so die Landwirtschaftskammer Niederösterreich (LK NÖ). Für kleinere Früchte seien es hingegen zehn bis zwölf Cent pro Kilo. Nach einer eigenen Erhebung der Kammer würden die Erdäpfel dann für durchschnittlich 93 Cent verkauft werden. Für Bioware seien es im Durchschnitt 1,55 Euro.

Manche Erzeuger suchen bereits alternative Vermarktungsformen für deren Kartoffeln, etwa im Export. Lesen Sie hierzu das neulich erschienen Interview mit Landwirt Stefan Detter. 

Es sei verständlich, dass Verkaufspreise im Lebensmitteleinzelhandel Zwischenhändler und Kosten des Handels abdecken müssten, so Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich: „Ich stelle aber zur Diskussion, wie es sein kann, dass die Verpackung der Lebensmittel mehr wert ist als das eingefüllte Produkt.“ Laut Landwirtschaftskammer kostet ein Papiersackerl für drei Kilogramm Erdäpfel im Großhandel etwa sieben Cent pro Stück.

Spar: Größere Erntemenge führt zu niedrigeren Preisen
Wegen der Trockenheit im Frühling hätten die Erdäpfel weniger Tochterknollen angesetzt, ab Juni habe es dann optimale Bedingungen gegeben, weshalb die Erdäpfel heuer überdurchschnittlich groß seien. „Ich wünsche mir vom Handel einen Schulterschluss, auch Ware, die größer als die Norm ist, zu einem der hohen Qualität entsprechenden Preis anzubieten“, so Mayr. Gleichzeitig rufe man Konsumentinnen und Konsumenten dazu auf, auch große Erdäpfel zu kaufen.

Bei der Handelskette Spar heißt es dazu, dass Obst und Gemüse je nach Ernte immer preislichen Schwankungen unterliegen. Die aktuellen Kartoffelpreise hätten nichts mit Normgrößen zu tun, sondern seien ein Ergebnis aus Angebot und Nachfrage. Weil es in den vergangenen zwei Jahren wenig Ertrag gab, waren die Preise höher. Dieses Jahr sei die Menge größer und der Preis deswegen niedriger.

Quelle: ORF


Erscheinungsdatum:



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet