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Schweizer Produktion deckt nur einen Drittel des gesamten Bedarfs

Import von Beeren nimmt seit Jahren massiv zu

Die Schweiz hat einen «Beerenhunger». Die einheimischen Bauern allein können den Appetit aber nicht stillen. Folglich nimmt der Import von Beeren stetig zu. Allein in der Schweiz beträgt der Pro-Kopf-Konsum 6,9 Kilogramm. Eine gigantische Menge, die die inländische Produktion nur zu einem Drittel decken kann. Die Folge: ein massenweiser Import von Beeren. 

Allein in den letzten zehn Jahren hat der Import um satte 80 Prozent zugenommen. Gerade Heidelbeeren stammen überwiegend aus dem Ausland. Während 2009 noch 580 Tonnen importiert wurde, sind es heute bereits 5579 Tonnen – also zehn Mal mehr! Das zeigen die Zahlen vom Schweizer Obstverband.

Leicht stärker ist der einheimische Markt bei den Himbeeren. Hier gab es in den letzten zehn Jahren sogar eine Verdoppelung der Menge. Ausreichend ist dies aber noch längst nicht – im Gegenteil. Denn zeitgleich nahm der Import um fast 350 Prozent zu.
Ähnlich sieht es bei der Produktion von Brombeeren zu. Die grosse Mehrheit der Waldbeeren wird zwar in der Schweiz hergestellt. Wegen der zunehmenden Nachfrage muss die Schweiz aber vermehrt Beeren einführen. So verzeichnete der Import im letzten Jahrzehnt ein Plus von fast 260 Prozent.


Die Entwicklung des Heidelbeeren-Konsums / Schweizer Obstverband 

Interessant: Einzig bei den Erdbeeren ist das Wachstum der Eigenproduktion höher als beim Import. Hier stieg die einheimische Produktion in den letzten zehn Jahren um 32 Prozent, die ausländische wiederum nur um 26 Prozent. Nichtdestotrotz stammen aber noch immer Zweidrittel der Erdbeeren aus dem Ausland. Grund dafür sind die deutlich tieferen Preise.

Detailhändler bemühen sich um Schweizer Früchte
Vielen Produzenten ist das ein Dorn im Auge. Marc Wermelinger vom Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels beteuert aber: «Schweizer Früchte haben praktisch immer Priorität auf dem Markt.» Deshalb würden auch hohe Zölle auf Importe erhoben, sobald es von einer Art genügend Schweizer Früchte gibt.

Quelle: Schweizer Obstverband


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