Keine Erholung des Tomatenmarktes: "Wir steuern auf eine 'graue' Saison hin"

Der längste Tag des Jahres liegt hinter uns, aber die Tomatenproduktion ist immer noch hoch. Lokale Produktionen erreichen ihren Höhepunkt nicht nur in den Niederlanden und Belgien, sondern auch auf allen anderen europäischen Märkten, mit Ausnahme Spaniens, wo die Saison beendet ist. Bei einer immer noch bei weitem nicht optimalen Situation im Gastgewerbe führt dies zu einem 'grauen Markt'. 

Unter dem Selbstkostenpreis
Und die Aussichten sind auch nicht sehr hoffnungsvoll. "Die Erholung, die seit Mitte Mai sichtbar ist, stagniert und verschlechtert sich derzeit, wobei die Preise manchmal sogar noch niedriger werden", bemerkt Aad van Dijk, Senior Product Manager Fruit Vegetables bei The Greenery.

"Es gibt keine wirklichen Höhenflüge nach oben, obwohl die kleineren Sorten immer noch recht gut laufen. Dort sieht man eine systematischere Bewirtschaftung und damit einen etwas konstanteren Markt. Aber auch hier bleibt das Gleichgewicht schwankend.

Die Nachfrage im Gastgewerbe hat sich etwas belebt, aber ein Anstieg von etwa zehn Prozent der Nachfrage während Corona auf dreißig bis vierzig Prozent der Nachfrage jetzt, reicht nicht aus, um alles wieder auszugleichen. Bei runden Tomaten und Fleischtomaten z.B. hofft man deshalb wirklich auf eine bessere zweite Saisonhälfte, da der Erzeuger noch nicht einmal den Selbstkostenpreis herausbekommt."

Schwierige sechs Monate für europäische Tomatenproduzenten
Die erwähnte schwierige Situation führt dazu, dass die Preise in den Niederlanden für 2019 knapp unter dem Preisdurchschnitt liegen, so wird aus europäischen Marktstatistiken ersichtlich. Auch in Spanien liegt der Durchschnittspreis unter dem von 2019, wenn auch deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt. Letzteres lässt sich leicht durch eine verringerte Anbaufläche in den letzten Jahren erklären, die auf den Druck des beleuchteten Anbaus, Marokko sowie Virusdruck zurückzuführen ist. 

Generell liegen die Preise in der Europäischen Union, insofern diese vor dem 23 Juni mitgezählt wurden, im Durchschnitt deutlich unter denen von 2019. Insbesondere von Mitte Mai bis Mitte Juni bleibt der Preis hinter dem von 2019 zurück. Allerdings liegt der Durchschnittspreis immer noch knapp über dem Fünfjahresdurchschnitt. 


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In den Niederlanden ist der Durchschnittspreis seit Mitte Mai sehr behutsam angestiegen, wie auch in Woche 24 einer vorigen Aktualisierung festgestellt wurde. Das lässt sich bis Mitte Juni an den Zahlen ablesen, aber die Situation hat sich eher verschlechtert als verbessert. 

Die Preise liegen manchmal sogar unter dem Selbstkostenpreis, genau wie in Belgien, wo in Woche 27 (eine Woche später als die EU-Zahlen) ein durchschnittlicher Preis für Lose (33 Eurocent) und Strauchtomaten (28 Eurocent) notiert wurde. 


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Frankreich bleibt über dem Fünfjahresdurchschnitt
Von den vier im EU-Überblick hervorgehobenen Ländern kommt der Preis in den Niederlanden dem Preis von 2019 am nächsten, obwohl der Durchschnittspreis auch hier am niedrigsten ist und die Spannen vielleicht sogar am geringsten sind.

Italien bleibt relativ gesehen am weitesten vom Durchschnittspreis von 2019 entfernt. Der Abstand beträgt hier 30 Eurocents, verglichen mit 9 Eurocents in Spanien und 10 Eurocents in Frankreich, aber mit einem Durchschnittspreis von über 1 Euro, d.h. 1,08. Frankreich ist auch das einzige Land, das über dem Fünfjahresdurchschnitt liegt.



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