Hugo Castro von GinaFruit:

"Die Volumina waren geringer, aber die Exporte von ecuadorianischen Bananen sind stetig geblieben"

Der Bananenmarkt hat in letzter Zeit niedrige Preise erlebt, sagt der ecuadorianische Bananenexporteur Hugo Castro von GinaFruit. "Die Preise, die wir sehen und die wir in den letzten Wochen gesehen haben, sind nicht das, was wir normalerweise sehen. Sie sind nicht das, was wir erhofft oder vorhergesagt haben. Außerdem mussten wir aufgrund der Veränderungen und Herausforderungen, die die Pandemie mit sich gebracht hat, eine Menge zusätzlicher Kosten verkraften. Aber die Bananenexporte gehen weiter und haben während der Pandemie zu keinem Zeitpunkt aufgehört, was ich einen großen Erfolg nennen würde. Wir sind alle als Industrie zusammengewachsen: die Produzenten, die Exporteure und sogar die Regierung und haben uns durch die Herausforderungen durchgekämpft."

Sinkende Nachfrage, steigende Kosten
Auch wenn die Pandemie in Ecuador sowohl für die Produzenten als auch für die Exporteure viele Herausforderungen mit sich gebracht hat, sieht Castro es als einen Sieg an, dass die Exporte nie aufgehört haben. "Obwohl die Volumina um etwa 18-20% zurückgegangen sind", sagt er. "Das liegt an allem, was aufgrund der Pandemie stillgelegt wurde, wodurch die Gesamtnachfrage gesunken ist: Restaurants, Smoothie-Läden, Konditoreien, Hotels und die gesamte Tourismusindustrie erhalten alle einen großen Teil der Bananenverkäufe. Darüber hinaus absorbieren die Schulen in der Regel auch große Mengen an Bananen durch staatliche Ernährungsprogramme für die Schüler, was eine Zeit lang eingestellt wurde. Es gab auch Grenzen, die geschlossen wurden, was das Ganze ziemlich herausfordernd machte. Die Exporteure gehen immer Risiken ein und die Nachfrage kann sich immer verschieben, aber in diesem Jahr kam diese Situation völlig unerwartet."

Die Bananenindustrie hatte aufgrund der Pandemie mit vielen neuen Herausforderungen zu kämpfen. Die Logistik wurde komplizierter und die Produktionskosten für die Bananen sind gestiegen. Castro erklärt: "Wir haben die Löhne unserer Arbeitenden erhöht, um ihnen einen Anreiz zu geben, trotz der Risiken weiterhin zur Arbeit zu kommen. Dann gibt es natürlich zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, um die Sicherheit der Arbeitenden zu gewährleisten. Auch der Transport wurde teurer und obwohl wir keinen Mangel an verfügbaren Containern feststellten, sahen wir doch einen Mangel an Arbeitskräften, die die Container vorbereiten, so dass dies den Transport letztendlich verzögerte und verkomplizierte. Der Transport für die tatsächlichen Arbeitenden war auch deshalb schwierig, weil viele Arbeitende mit Bussen zu den Farmen kommen und diese Busse nicht mehr fuhren, so dass die allgemeine Einschränkung der menschlichen Bewegungsfreiheit die Arbeit stärker einschränkte."

2020: Ein Jahr zum Überleben
Insgesamt sei dieses Jahr mit den gestiegenen Kosten und den gesunkenen Preisen ein Jahr, das eher auf Überleben als auf Expansion oder Profit ausgerichtet sei, so Castro. "Wir müssen in diesem Jahr strategische Entscheidungen treffen und langfristige Investitionen tätigen, die uns helfen, diese Situation als Industriezweig zu überstehen. GinaFruit ist zum Glück stabil geblieben: Wir haben alle neuen Marktregeln befolgt, wie z.B. die Änderungen der MRL-Vorschriften in Europa, die phytosanitären Änderungen in Russland und die neuen Anforderungen Chinas. Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen, um alles am Laufen zu halten und konzentrieren uns in diesem Jahr auf unsere bestehenden Kunden. Wir müssen uns gegenseitig helfen und das gemeinsam durchstehen: Im Moment ist Teamarbeit eines der wichtigsten Konzepte für die gesamte Branche, und zwar auf jeder Stufe der Lieferkette", so Castro abschließend.

Für weitere Informationen:
Hugo Castro
GinaFruit
Tel: +593 999423369
Email: gerencia@ginafruit.com.ec 
www.ginafruit.com.ec 


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