Straßennetz für Gigaliner in Deutschland wird erweitert

Das Straßennetz für Gigaliner in Deutschland wird um rund 200 neue Verkehrswege weiter ausgebaut. Die notwendige Gesetzesänderung würde noch vor dem Sommer in Kraft treten. Dies wird in den deutschen Medien berichtet.

Positivnetz
Der Einsatz von überlangen LKWs ist in Deutschland ab dem 1. Januar 2017 offiziell erlaubt. Wie in den Niederlanden und Flandern dürfen diese sogenannten Gigaliner nur auf Straßen fahren, die für diesen Zweck genehmigt wurden. Das deutsche Gigaliner Straßennetz, das so genannte Positivnetz, wurde in den letzten Jahren erheblich ausgebaut und umfasst heute nahezu das gesamte deutsche Autobahnnetz und viele wichtige Straßen. Mit der bevorstehenden Änderung wird eine große Anzahl neuer Straßen hinzukommen.

Strengere Sicherheitsanforderungen
Mit einer vorhergehenden Gesetzesänderung hat Deutschland bereits die Sicherheitsanforderungen für diese Lastzüge verschärft. Alle Gigaliner, die nach dem 1. Juli 2019 in Deutschland in Betrieb genommen werden, müssen ab dem 1. Juli 2020 einen Abbiegeassistenten haben. Dabei handelt es sich um ein Hilfssystem, das den toten Winkel neben dem Lkw überwacht und den Fahrer beim Rechtsabbiegen warnt, wenn sich Fußgänger oder Radfahrer in diesem Bereich aufhalten. Auch die Seitenmarkierungsleuchten müssen beim Abbiegen über die gesamte Länge des Fahrzeugs blinken, um andere Verkehrsteilnehmer besser zu warnen. Für Lastzüge aus der Zeit vor dem 1. Juli 2019 gibt es eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli 2022.

Bilaterales Abkommen
Es ist noch nicht bekannt, ob die bevorstehende Gesetzesänderung auch den grenzüberschreitenden Transport von Gigaliners zwischen den Niederlanden und Deutschland regeln wird. In der Praxis geschieht dies bereits, aber formell ist es noch nicht erlaubt. Dies erfordert ein bilaterales Abkommen zwischen den Niederlanden und Deutschland, in dem dies festgelegt ist. Ein Textvorschlag des Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft liegt seit langem zur Unterzeichnung bereit. Obwohl Deutschland mehrfach angedeutet hat, dass es dies zulassen will, wird der Entscheidungsprozess immer noch verschoben.

Quelle: TLN


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