Matthijs Nijhoff, TripleF Fruit:

"Europäischer Import neuseeländischer Äpfel glücklicherweise in wenigen Händen"

Bei TripleF Fruit ist die Überseesaison in vollem Gange. Nach den ersten Gala- und Braeburn-Äpfeln aus Neuseeland trafen letzte Woche die ersten Pink Lady®-Äpfel der Familie Taylor beim Importeur in Gorinchem ein. Geschäftsführer Matthijs Nijhoff teilt seine Vision über das, was er als 'Spitzenhandel' aus Neuseeland bezeichnet. "Glücklicherweise befindet sich dieser Import, was ein großes Volumen betrifft, immer noch in einer begrenzten Anzahl von Händen. Auch in diesem Jahr werden wir wieder ausreichende Mengen erhalten und arbeiten seit mehr als zehn Jahren mit diesen Familienunternehmen zusammen.


Pink Lady® 

Weniger Braeburn und mehr Fokus auf Pink Lady®, Royal Gala und NZ Queen 
"Letztes Jahr erhielt ein großer Importeur in Europa viel zu viele Braeburn-Äpfel, so dass wir alle eine unglaublich schwierige Saison hatten, um einen realistischen Preis für diesen Spitzenapfel zu bekommen. Infolgedessen haben sich viele unserer Landwirte dafür entschieden, einen Teil der Braeburn-Äpfel durch andere Sorten wie Pink Lady® & Royal Gala zu ersetzen", sagt Matthijs. "Der Pink Lady® der Familie Taylor ist, wie man auf dem Bild sehen kann, auch dieses Jahr wieder wirklich fantastisch. Dies ist zu Recht einer der besten Erzeuger und Verpacker der Welt. Die Mengen der Pink Lady aus Neuseeland, Chile und Südafrika sind größer als im vergangenen Jahr."

Nach Angaben des Geschäftsführers wirft die Corona-Krise keine nennenswerten Probleme für die Lieferung von Obst aus Übersee auf. "Aus Südafrika, Argentinien und Chile hatten wir im Prinzip wenig Probleme wegen der Corona-Pandemie. In Neuseeland hingegen gab es aufgrund des Lockdowns Verzögerungen im Bereich des Verpackens. Glücklicherweise gelang es uns, innerhalb von zwei Wochen die Kontrolle darüber wiederzuerlangen.

NZ Queen

Man braucht einander weltweit
Auf die Frage, inwieweit sich die europäischen Lagerbestände auf die Nachfrage nach Übersee-Obst auswirken, antwortet Matthijs: "Man sah, dass es zu Beginn dieses Jahres eine recht lokale protektionistische Reaktion gab, was wir nicht für richtig halten. Vor allem in Bezug auf den Lockdown sollte man unserer Meinung nach begreifen, dass man sich weltweit noch mehr braucht. Wir sehen, dass verschiedene Parteien sich zu spät entschlossen haben, um mitzumachen, so dass die Nachfrage nur noch begrenzt befriedigt werden kann. Übrigens ist das von uns importierte Kernobst vom derzeitigen europäischen Vorrat getrennt. Letztendlich entscheidet sich der Verbraucher für ein frisches und schmackhaftes Produkt, und nicht für ein zwölf Monate altes Produkt."

Der derzeitige Übersee-Markt stimmt den Direktor von Triple F Fruit zufrieden. "Nach einer schönen Weich- und Steinobst-Saison in Übersee befinden wir uns nun mitten in der Übersee Kernobst-Saison. Auch hier war der Start sehr gut. Die Mengen wurden entsprechend der Nachfrage gesteuert. Angesichts der Wetterbedingungen für das Steinobst aus Südeuropa gehen wir davon aus, dass wir einen einigermaßen guten Lauf durchführen können. Bei Weich- und Steinobst sehen wir deutlich, dass wir mit speziellen Sorten den Unterschied machen können. Zu Beginn dieses Jahres haben wir außerdem unseren Beeren-Zweig verstärkt und dort liegt, aufgrund unserer Arbeitsweise, immer noch ein großes Potenzial."

Auch der Verkauf von Birnen läuft sehr gut. Da wir in diesem Jahr weniger Birnen in Europa haben, die europäischen Birnen, die wir verkaufen, jedoch wesentlich besser im Geschmack und in der Haltbarkeit sind, merkt man, dass die Nachfrage einfach gut ist. Schließlich verunsichert das ständige Anbieten qualitativ minderwertiger Birnen den Konsumenten nur, und mit guten Überseebirnen wie Abate Fetel oder einer bunten Forelle hat sich das im letzten Jahr sicherlich darauf ausgewirkt."


Royal Gala

"Ärmel hochkrempeln und gemeinsam Dinge anpacken"
Matthijs blickt auf den Beginn der Selbständigkeit im Jahr 2013 zurück. "Das macht man mit Fallen und Aufstehen und vor allem, indem man viel lernt. Die Mengen, die wir als TripleF Fruit machen, sind beträchtlich. Man macht das also nicht allein, sondern mit einem unglaublich starken Team. Wir firmieren nun seit mehr als drei Jahren unter dem Namen TripleF Fruit und sind zum Teil zufrieden damit, wo wir jetzt stehen. Wenn wir nach sieben Jahren zu 100% zufrieden wären, wäre das verrückt, nicht wahr? Wir sind sehr ehrgeizig und wollen mit unseren Landwirten und Kunden noch einige ernsthaftere Schritte unternehmen. Wir haben einen starken Fokus mit unseren drei großen Produktgruppen. Vielleicht wird es in Zukunft noch etwas mehr geben, aber im Moment müssen wir das, was wir haben, noch feinschleifen. Die Familienunternehmen unserer Partner in der südlichen Hemisphäre wachsen schneller als die Verkäufe an unsere europäischen Stammkunden, also krempeln wir die Ärmel hoch und machen weiter."

Nach seinem Lichtpunkt am Horizont gefragt, antwortet der Unternehmer. "Das klingt interessant, aber ich kann durch die Coronakrise sehen, wie zerbrechlich das alles ist. Die KLM hat große Probleme, fast alles, was wir mit Luxus verbinden, liegt auf Eis. Unternehmen, die im Frischwarengeschäft tätig sind und unglaublich fortschrittlich und innovativ waren, fallen nun plötzlich unter die Sonderverwaltung der Bank, was etwas aussagt. Für uns als TripleF Fruit ist die Lektion, dass wir tun müssen, was uns gefällt, was wir gut können und dass wir versuchen, auch darin die Besten zu sein und zu bleiben."

Für weitere Informationen:
TripleF Fruit B.V.
De Ooyen 5b
4191 PB Geldermalsen - Niederlande
T: +31 88 185 10 00
info@tripleffruit.com 
www.tripleffruit.com


Erscheinungsdatum:



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