Hans Lehar (OGA-OGV) kommentiert aktuelle Preissituation im Spargelsektor

"Fairer Umgang mit Produzenten gerade in der Corona-Krise erforderlich"

Die derzeitigen Grenzschließungen in Europa und die in der Landwirtschaft fehlenden Saisonarbeitskräfte treffen die Obst- und Gemüsebranche hart, so auch den Spargelsektor. Nur ein Bruchteil der benötigten Arbeitskräfte ist verfügbar und niemand wagt eine Prognose zur Erntesituation und Markversorgung in den nächsten Wochen und Monaten. "Trotz sehr unterschiedlicher Meldungen zum Einsatz von Erntehelfern aus anderen Branchen und Menschen, die der Landwirtschaft helfen möchten, wird dies das Problem nicht lösen. Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigen, dass derartige Alternativen an der harten Arbeit bei Wind und Wetter, an der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Personen und nicht zuletzt an den Lohnvorstellungen scheitern", kommentiert Hans Lehar - Geschäftsführer der OGA-OGV in Bruchsal das Geschehen.

Er ergänzt: "Landwirtschaftliche Produkte und Nahrungsmittel müssen ja trotz höchsten Qualitätsansprüchen 'billig' sein, was Kosteneinsparungen erforderlich macht. Vielleicht sorgt eine Verknappung von Lebensmitteln für eine andere Wertschätzung für die Arbeit und die Produkte der landwirtschaftlichen Betriebe, die in letzter Zeit massiver Kritik in den Medien und der Öffentlichkeit ausgesetzt waren. Sollte die derzeitige Situation länger anhalten, wird dies zu zahlreichen Betriebszusammenbrüchen und einem Versorgungsengpass bei Obst und Gemüse in Deutschland führen", prognostiziert Herr Lehar.

'Drohungen oder Sanktionen sind Fehl am Platz'
Gerade jetzt sollten alle Beteiligten dieser Versorgungskette fair miteinander umgehen, plädiert der Geschäftsführer der nordbadischen Genossenschaft. "Die Marktmechanismen 'Angebot und Nachfrage' funktionieren und bei anziehendem Preisniveau aufgrund eines geringeren Angebots muss beim Produzenten ein dringend benötigter Mehrerlös ankommen. Drohungen bei Preisverhandlungen oder Sanktionen bei Nichterfüllung einer geplanten Liefermenge sind in solch einer schwierigen Lage fehl am Platz und kein Zeichen einer vertrauensvollen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit. Zum Glück ist sich der überwiegende Teil der Branche dieser Verantwortung bewusst und arbeitet nach dem Prinzip 'Leben und leben lassen!'", heißt es schließlich.

Weitere Informationen:
OGA / OGV Nordbaden eG 
Hans Lehar
Industriestraße 1-3
D-76646 Bruchsal
Telefon: +49 (0) 7251 8002-44
Telefax: +49 (0) 7251 8002-99
E-Mail:  Hans.Lehar@oga-bruchsal.de   
Internet: www.oga-bruchsal.de    


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