Danny Deen, Denimpex:

"Ich weiß wirklich nicht, wie die Nachfrage nach Knoblauch in den nächsten vier Monaten befriedigt werden kann"

Am 17. Januar wurde der letzte Knoblauch und Ingwer aus China für den niederländischen Importeur Denimpex verladen. "Seitdem ist nichts mehr in diese Richtung gekommen", sagt Danny Deen. Er erwartet eine Katastrophe, wenn der Markt sich nicht öffnet. "Es gibt immer noch eine Menge Unsicherheit darüber. Zuerst sprachen sie über Mitte Februar, dann war es Ende Februar und jetzt ist es sogar Mitte März. Ich weiß es wirklich nicht mehr."

Was man wohl sagen kann, ist, dass es derzeit eine enorme Knappheit an Knoblauch gibt. "China ist bei weitem der größte Anbieter auf dem Markt, das hat also eine große Auswirkung. Spanien profitiert in diesen Wochen maximal und hat einen fantastischen Export, aber es wird erwartet, dass in Kürze alles ausverkauft sein wird. Ägypten beginnt jetzt mit frischem Knoblauch, aber das ist kein Produkt, mit dem man alle Märkte bedienen kann, und die Produktionen aus Ländern wie Chile, Argentinien und Mexiko gehen alle in die Vereinigten Staaten und die umliegenden Länder", bemerkt Deen.

Auch der Ingwermarkt ist derzeit in vollem Gange. "Auch hier sind die Alternativen begrenzt. Brasilien hat die Ernte beendet und wird erst im Sommer wieder beginnen. Peru hat nun die letzten Container auf dem Weg. Thailand erntet zwar, aber die Ernte ist mit nur 30% des normalen Ertrags schlecht. Es sind ein paar Container mit thailändischem Ingwer unterwegs, aber das wird den Markt nicht versorgen. Die anderen Länder werden erst ab Mai wieder in Produktion gehen", sagt Danny.

"Wenn das so weitergeht, wird es einen enormen Mangel geben. Die Preise sind bereits in die Höhe geschossen. Am 30. Januar haben wir noch eine Kiste Ingwer von 13 Kilo für 22 Euro verkauft, inzwischen verlangen wir 40 Euro für dieselbe Kiste und es wird erwartet, dass der Markt noch weiter steigen wird", sagt Danny. "Zum Glück haben wir noch ein wenig Lagerbestand, aber man muss erst seine Stammkunden bedienen. Importeure haben damit nicht gerechnet. Das ist auch nicht möglich, denn wenn wir es gewusst hätten, wären die Kühlhäuser gefüllt worden."

Er kann sich auch nicht vorstellen, wie der Markt in den nächsten vier Monate gefüllt werden kann. "Oder China muss doch noch Produkte verschicken. Es gibt Gerüchte, dass ein paar chinesische Ingwerverpackungsstationen am einpacken sind, aber ich kann mir das nicht vorstellen. Wir haben viele Lieferanten in China, aber niemand hat Ingwer auf der See."

Für weitere Informationen:
Danny Deen
Denimpex
Sint Antoniesbreestraat 10
1011 HB Amsterdam – Holland
Tel: 0031(0)206246390
danny@denimpex.nl   
www.denimpex.nl


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