Richard Uijtdewillegen, Jasper van der Sandt und Miguel Peragón (Aartsen):

"Mit UNO können wir einen Mehrwert für unsere Kunden und spanischen Versender darstellen"

Fast das gesamte spanische Obst- und Gemüsesortiment ist heutzutage unter der Marke UNO erhältlich, die Aartsen vor zehn Jahren eingeführt hat. Von Mandarinen bis Gurken und von Artischocken bis Cherimoyas verpackt der Importeur in Breda unter der Marke UNO, aber immer nur die Crème de la Crème des spanischen Handels.

"UNO ist mittlerweile ein etablierter Name, nicht nur bei unseren niederländischen Kunden, sondern auch im Ausland, bei den niederländischen Exporteuren, die wir beliefern. Mit UNO können wir auch Mehrwert für unsere Verlader schaffen. Dies sind oftmals renommierte Unternehmen, mit denen wir seit Jahren arbeiten. Sie passen ihre Linie an, um die Produkte in UNO zu verpacken, und können daher auch einen höheren Preis fragen. UNO verkauft sich einfach leichter als eine ABC-Marke", sagt Richard Uijtdewillegen.

Markenpolitik
"Die Markenpolitik, die wir immer mit dem Herkunftsland der Produkte verbinden, ist ein wichtiger Teil unserer Strategie. Man kommt deswegen zurück. Aartsen re-exportiert definitiv nicht. Infolgedessen sind viele Exporteure in den Niederlanden tägliche Kunden bei uns." Sie wissen, dass wir nicht selbst exportieren werden, und mit UNO haben sie dann auch keine Konkurrenz aus Spanien oder von Aartsen aus", argumentiert Richard, der zusammen mit Jasper van der Sandt und Miguel Peragón für die spanischen Importe verantwortlich ist. Gemeinsam blicken sie auf die spanische Saison voraus.


Das Spanien-Team von Aartsen: Richard Uijtdewillegen, Jasper van der Sandt und Miguel Peragón

"Die Zitrusfruchtsaison hat ganz anders begonnen als im Vorjahr. Damals gab es viel zu viel Produkt. In diesem Jahr liegt vor allem das Angebot an Mandarinen weit zurück. Die Lieferanten sprechen von 30-40% weniger Volumen als im Vorjahr", sagt Richard. "Orangen, Zitronen und Grapefruit wird es ausreichend geben. Für Mandarinen erwarte ich daher auch keine weiteren Preissenkungen. Übrigens benötigen die Erzeuger diese höheren Preise auch. Die Nachfrage beginnt nun echt zuzunehmen und die Zitrusfrüchte aus Übersee sind größtenteils vom Markt. Alles in allem sind die Aussichten gut."

Die Auswirkungen des Unwetters in Spanien im September scheint sich in kleinem Maße auf das Angebot von Gemüse auszuwirken. "Insbesondere das Blattgemüse war betroffen, aber dies stammt in der frühen Saison nicht aus Campo Cartagena, sondern hauptsächlich aus Granada und Albacete. Im Anbaugebiet in Murcia, wo der größte Teil des Regens gefallen ist, hatte man gerade oder aber noch nicht gepflanzt, wodurch man wieder neu pflanzen musste. Dies verursacht wohl eine kleine Lücke in der Versorgung, aber es hat keine unüberwindlichen Konsequenzen", sagt Jasper.

"In diesem Jahr wird es genug Kakis geben. In den letzten Jahren hat es einen ziemlich abrupten Wechsel vom Zitrus- zum Kaki-Anbau gegeben, und das Gleiche passiert jetzt mit Avocados, was die Frage aufwirft, ob es hierdurch keine Überangebotssituation geben wird", sagt Richard. Die spanische Gewächshausgemüsesaison hatte einen schwierigen Start, aber laut dem Importeur ist das für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich. "Die nordeuropäische Saison dauerte ziemlich lange und das führte zu Überschneidungen. Jetzt, da die Temperaturen hier niedriger sind, wird das niederländische Angebot im November rapide sinken und der Markt wird sich schnell erholen."

Im Allgemeinen sieht er, dass der spanische Gartenbau immer professioneller wird. "Man sieht den gleichen Trend wie in den Niederlanden schon seit Jahren passiert. Die kleineren Unternehmen hören auf und die größeren Unternehmen werden größer und professioneller. Die Zeit, dass man produziert, um zu produzieren, ist definitiv vorbei."

Spanische Spezialitäten
Miguel Peragón ist seit einiger Zeit festes Mitglied des Spanien-Teams der Handelsabteilung. Neben Richard, der sich hauptsächlich auf Zitrusfrüchte und Gewächshausgemüse konzentriert, und Jasper, der für den Import von Freilandgemüse aus Murcia verantwortlich ist, wird Miguel hauptsächlich den Import von Freilandgemüse in der Region um Cadiz und den Import von Spezialitäten übernehmen. Kürzlich wurde die Region um Albacete besucht, um zu sehen, ob das spanische Importpaket um Produkte wie Zwiebeln, Knoblauch und späte Melonen erweitert werden kann.

"Aufgrund des Klimawandels werden in Spanien immer mehr Exoten angebaut. Seit einiger Zeit gibt es Avocados und Mangos, aber auch Produkte wie Papayas, Cherimoyas, Walnüsse und Quitten sind gefragt. Wir führen zahlreiche Tests durch, um festzustellen, welche Produkte eine interessante Ergänzung darstellen." Dies sind oft keine großen Produkte, aber zusammengenommen ist es ein interessantes Volumen und der Wettbewerb ist weniger intensiv als mit einer Kiste Eisbergsalat oder Gurken", bemerkt Miguel.

Frezz
Schließlich enthüllt das Team Spanien eine weitere Neuigkeit: Ab diesem Jahr wird Aartsen auch Bio-Produkte anbieten. "Wir haben das jahrelang gewehrt, aber wir sehen, dass die Nachfrage unserer Kunden und auch das Angebot zunehmen. Deshalb haben wir die neue Marke Frezz entwickelt, in der wir das Bio-Angebot aus mehreren Ländern kombinieren. Wir starten diese Marke aus Sicht des Versenders. Wenn dieser ein spezielles Bio-Produkt hat, möchten wir es gern unter Frezz aufnehmen", sagt Richard abschließend.

Für weitere Informationen:
Richard Uijtdewillegen
Aartsen
Tel: +31 (0)76 - 52 48 106
Fax: +31 (0)76 - 52 21 247
richard.uijtdewillegen@aartsen.com
www.aartsen.com 


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