Erste Schätzung zur Steinobsternte für die Saison 2019/2020:

Hoffnung auf südafrikanische Rekord-Pflaumenernte durch Hitzewelle zerstört

Hortgro, der Dachverband der südafrikanischen Steinobstindustrie, hat die ersten Exportschätzungen für südafrikanisches Steinobst veröffentlicht, in denen sie optimistisch von guten Aussichten für die Saison sprechen.

Pflaumenerntemenge soll um 15% steigen
Zum Saisonbeginn bestand Hoffnung, dass die Pflaumenernte die Rekordmengen (13 Millionen 5,25-kg-Kartons) von vor vier Jahren erreichen könnte. Diese Erwartungen wurden durch die sehr heißen Temperaturen und die niedrige Luftfeuchtigkeit Ende Juli und im August enttäuscht (es war "ungewöhnlich heiß", so polnische Produzenten).

Die Angeleno-Pflaumen befanden sich während dieser unsaisonalen Hitzeperiode mitten in ihrer Blütezeit, was zu einem schlechten Fruchtbestand führte und die Erntemenge reduzierte. Im Allgemeinen werden die Mengen für den Pflaumenexport jedoch als deutlich höher als im Vorjahr geschätzt.

Die erste Schätzung für die Saison 2019/2020 liegt bei 10,1 Millionen 5,25-kg-Kartons, was einer Verbesserung von 15% gegenüber der letzten Saison entspricht, als Pflaumen von einer Hitzewelle im Frühjahr stark betroffen waren.

"Es wird definitiv eine viel bessere Ernte als im Vorjahr geben", sagt Charl Stander, technischer Experte für Pflaumen bei Freshness First in Franschhoek. "Die Blütezeit verlief sehr gut und gleichmäßig, eine der besten, die wir seit einiger Zeit im Boland und im Klein-Karoo hatten. Leider wurde der Fruchtbestand durch die Hitzeperioden, gepaart mit niedriger Luftfeuchtigkeit, etwas reduziert. Das war enttäuschend, denn wir hatten uns ein Rekordjahr für Pflaumen erhofft. Seitdem sehen die Obstgärten jedoch von Tag zu Tag besser aus, außerdem konnten wir bei der Ausdünnung Kosten einsparen. Fruchtgröße und -qualität sind sehr vielversprechend."

Die Dürre im Klein-Karoo wird sich auf die gesamte Pflaumenernte auswirken (ohne die Dürre wären es vielleicht rund 12 Millionen Kartons geworden), in der Berg River Area verläuft die Saison bisher normal. Die Pflaumenernte am Kap beginnt Anfang November.

Pfirsich- und Nektarinenernte beginnt am Kap

Die ersten Nektarinen und Pfirsiche werden nun am Kap gepflückt, Sorten wie Flavela (eine Nektarine) und Snow Angel (ein Pfirsich).

Hortgros Schätzung für die Nektarinenernte liegt 17% höher als im letzten Jahr: 4,6 Millionen 2,5-kg-Kartons, was vor allem auf eine bessere Wasserverfügbarkeit und ertragreichere Sorten zurückzuführen ist.

Pfirsiche fallen zurück, Schätzungen liegen aber immer noch 7% über den Mengen des Vorjahres, bei voraussichtlich fast 2 Millionen 2,5-kg-Kartons.

Es fiel nur wenig Schnee, es gab zu wenig kalte Phasen, das Wachstum verlief nicht optimal, sagt ein Steinobstproduzent aus Koue Bokkeveld.

"Wir sehen den Mangel an kalten Stunden an den Früchten", sagt er und weist auf eine ungleichmäßige Blüte und Fruchtbestand durch einen zu warmen Winter hin.

Die Winterregenfälle verliefen besser, erfüllten aber nicht die Ansprüche der Bauern. Die Anzahl der langen, starken Regenperioden war geringer als üblich am Kap. Die Bauern sind auf Wasser aus den Berge angewiesen, das ihre Dämme füllt.

"Es ist kein tolles Jahr. Wir müssen mit dem arbeiten, was die Natur uns gibt", fährt er fort.

Aprikosenerntemengen schrumpfen auf eine halbe Million 4,75-kg-Kartons, da die aus dem knochentrockenen Klein-Karoo stammende Ernte stark zurückgegangen ist und Obstgärten abgebaut werden.


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