Rotterdam Food Cluster

Bahn, Konsolidierung und Transparenz: Wie Überlastung verhindert werden kann

Am 3. Oktober fand das Rotterdam Food Port Seminar statt. Die Organisation war eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt Rotterdam und SmartPort mit dem Ziel, Wissenschaft und Praxis in Bezug auf die Logistik in der Lebensmittelbranche zu verbinden. Das Seminar ist Teil des Rotterdam Food Cluster.

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Kühlcontainer auf dem Zug
Bob Castelein, Doktorand an der Erasmus-Universität Rotterdam, eröffnete das Seminar mit einer Erklärung zu den Formen der Modalität. Beim Transport von Lebensmitteln neigt der Sektor in der Regel immer noch zur Straße. Während es Lösungen dafür gibt und es auch wünschenswert ist, dass der Güterverkehr in Zukunft mehr auf der Schiene verkehrt. Hauptschlussfolgerung aus der Forschung: Eine 'mentale Verlagerung' kann erst stattfinden, wenn die Verkehrsverlagerung in der Branche erfolgreich sein kann. Der Sektor ist immer noch zu misstrauisch, wenn es um den Schienentransport geht, weil befürchtet wird, dass er die Anforderungen nicht erfüllen kann.

Ein praktisches Beispiel gab Fred Lessing von Euro Pool System. Er erklärte das CoolRail-Projekt, das zusammen mit anderen Parteien ins Leben gerufen wurde. Diese Zugverbindung zwischen Valencia und Rotterdam muss die Anzahl der Lastwagen auf der Straße reduzieren und kann 70 bis 90% der CO2-Emissionen einsparen. Die Ambitionen sind hoch, in Zukunft muss der Zug 20-mal statt 3-mal pro Woche fahren. Einige Engpässe auf der Strecke, wie zum Beispiel eine andere Gleisbreite in Spanien, müssen in Zukunft behoben werden und beschleunigen so die Verbindung.

Konsolidierung
Yun Fan, Doktorand an der Wageningen University & Research, erläuterte die Untersuchungen zur Konsolidierung von Containertransporten vom Hafen ins Hinterland. Dies ist erforderlich, um eine zukünftige Überlastung zu verhindern. Container und Transportmittel müssen besser genutzt werden. Hierfür wurden drei Modelle erstellt: Nur Lkw-Nutzung, Containerkonsolidierung und kombinierte Fracht- / Containerkonsolidierung. Letzteres wird für den Obst- und Gemüsesektor bevorzugt, obwohl es notwendig ist, den Transport umweltfreundlicher zu gestalten. Ein weiterer Punkt, auf den hingewiesen wird, ist, dass Container mit beispielsweise frischem Obst und Gemüse Vorrang vor anderen Waren haben sollten.

Digitale Plattformen
Freek Brilleman erläuterte den Stand des Projekts Smart Logistics, einer digitalen Logistikplattform für den Transport. Das Projekt ist eine Initiative des Rotterdam Food Cluster, bei der drei große Lebensmittelunternehmen aus der Region zusammenarbeiten.
Willemien Akerboom erläuterte im Auftrag von ECT diese neue digitale Plattform. Dieses Portal, ehemals Fresh Forward und jetzt My Terminal, bietet Kunden Einblick in ihre Daten, den Status ihres Containers und ob dieser im Hafen bereits entladen wurde. Die Plattform ist dabei mit dem Transportsystem selbst gekoppelt. Mit dieser Plattform können Wartezeiten an den Terminals reduziert werden.

Rotterdam Food Hub
Anne Saris vom Rotterdamer Hafen erläuterte die Entwicklung des neuen Rotterdam Food Hub in dem Hafen, in dem es neuen Entwicklungsraum für Lebensmittelunternehmen gibt. Der Standort bietet alle unterstützenden Einrichtungen mit Tiefsee-Kais, Kühlanlagen und guten Hinterlandverbindungen. Der Rotterdam Food Hub befindet sich im Tennesseehaven. Schließlich präsentierte Matias Apparcel eine weitere Studie darüber, welche Argumente bei der Auswahl eines bestimmten Hafens als Bestimmungsort für Import- und Exportströme von O&G eine Rolle spielen.

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Für weitere Informationen:
Gemeente Rotterdam
Adriaan van der Giessen
Projectmanager Food
Wilhelminakade 179
3002 AN Rotterdam - Niederlande
Tel: +31 (0)6 146 443 84
a.vandergiessen@rotterdam.nl
www.rotterdamfoodcluster.com


Erscheinungsdatum:
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