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Dennis Weisbrod, Charly’s Erdbeerhof GmbH & Co KG:

"Parallel zum Vertragsanbau werden wir die Kiwibeeren ab 2020 auch vermehrt direkt vermarkten"

An der deutsch-niederländischen Grenze, am Niederrhein – in Jülich  - gedeihen seit mehr als sieben Jahren frische Kiwibeeren für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Auf insgesamt drei Anbauflächen (insgesamt 7,8 Hektar) widmet sich das engagierte Team vom Charly’s Erdbeerhof mit Sitz in Jülich (NRW)  dem nachhaltigen und produktschonenden Anbau der immer populärer werdenden Beerenfrucht. Wegen des stetigen Wachstums der Produktionsmenge überlegt sich das Management, die Kiwibeeren künftig auch als Direktvermarkter anzubieten, berichtet Betriebsleiter Dennis Weisbrod.




Blick auf die Kiwibeerenanlage in Jülich

Frische Kiwibeeren der Sorte Ananasnaja, kurz vor der Ernte.

Derzeit herrscht Hochbetrieb auf dem Jülicher Anbaubetrieb, wo parallel zur kurzen Kiwibeerkampagne auch die letzten Freilanderdbeeren der Saison gepflückt werden. Der Anbau von Kiwibeeren entstand damals aus einer reinen Zufallsidee, heißt es. Zum damaligen Zeitpunkt trafen viele chilenische Beeren auf dem deutschen Markt ein, und somit begegnete man erstmalig der Kiwibeere. Die Marktvertrieb Dieter Schwerin GmbH hat das Potenzial der Beerenfrucht aufgrund ihrer geschmacklichen und anbautechnischen Vorteile schnell erkannt und importierte die ersten Pflanzen der Sorte Ananasnaja nach Deutschland, wo sie auf ca. 4,5 Hektar angepflanzt wurden. Momentan wird am Jülicher Standort bereits auf über 7 Hektar kultiviert (auf drei einzelne Flächen aufgeteilt).



Links: Eine männliche Pflanze, rechts: eine weibliche Pflanze. Nur das weibliche Gewächs trägt letztendlich Früchte, die männliche Variante wird nur für die Bestäubung benötigt. 

Der Anbau und die Vermarktung erfordern ein gewisses Knowhow, zumal die Kiwibeeren innerhalb von wenigen Wochen geerntet und verkauft werden sollen. Insgesamt dauert die Kampagne letztendlich knapp zwei Monate. Obwohl die Kultur an sich nicht besonders empfindlich ist, gehe der Anbau mit einigen Schwierigkeiten einher. Durch das schnelle Wachstum sind nicht alle Früchte an einer Pflanze gleichzeitig reif. Dies erfordert eine aufwendige und punktgenaue Sortierung. Die Früchte kommen dann ca. 2 bis 3 Wochen ins Kühlhaus, während der Brixgehalt innerhalb von 2-3 Tagen von knapp 6 auf über 8 steigt. Dennis Weisbrod: „Wir sind in der Lage, die Kühlkette mit Hilfe einer speziellen Lagerung zu verlängern und somit die Saison um einige Wochen zu verlängern“


Mit Hummeln wird die Bestäubung der Gewächse nachhaltig geschaffen.

Nachhaltiger Anbau
Erst fünf Jahre nach der Anpflanzung sind die Gewächse in der Vollernte. Insgesamt kann eine Pflanze bis zu 10 Jahren geerntet werden. „Dieses Jahr macht die Hitze uns sehr zu schaffen“, so Weisbrod. Ab 2020 sollen dann ca. 60% der gesamten Plantage mit Schattiernetzen abgedeckt werden", erläutert der engagierte Betriebsleiter.


Erzeuger trifft Vermarkter: Dennis Weisbrod (l) von Charly's Erdbeerhof und Andre Franken der Diplanya GmbH (ehemals Marktvertrieb Dieter Schwerin GmbH).

Abgepackte Ware in Kartonschalen.

Der Anbau präsentiert sich äußerst nachhaltig, möglichst ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Es besteht jedoch bislang wenig Nachfrage, die Beeren auch als Bio-Erzeugnisse zu vermarkten, zumal die Frucht (an sich recht) einzigartig ist und die Vermarktung noch in den Kinderschuhen steht. "Wir arbeiten mit Nützlingen und stehen dabei in direkter Kooperation mit lokalen Imkern. Ansonsten wird weitgehend auf Pilz- oder Insektenbekämpfung verzichtet", so Dennis Weisbrod.


Links: Die länglichen Früchte der Sorte Waikiki, die auf einer Versuchsanlage in Kleinstmengen kultiviert werden. Rechts: Die mittlerweile bewährte und etablierte Sorte Ananasnaja hat im Laufe der Zeit einen hohen Stellenwert im deutschen LEH erworben.

Der Brixgehalt der Kiwibeeren wird vor Ort geprüft.

Direktvermarktung und Weiterverarbeitung
Vermarkter und Eigentümer/Betreiber Diplanya GmbH hat mit der Direktbelieferung des deutschen Einzelhandels einen guten Absatzkanal für die Jülicher Erzeugnisse gefunden. Auch auf Erzeugerebene sei der steigende Bekanntheitsgrad des Produktes allerdings spürbar, so Dennis Weisbrod. „Momentan wird die geerntete Ware zu 100% verkauft. Viele halten auch bei uns am Hof an und fragen, ob sie eine Schale frisch vom Feld kaufen können. Wir möchten daher ab 2020 auch den Schritt zur Direktvermarktung machen“

Weitere Informationen: 
Charly’s Erdbeerhof GmbH & Co KG
Am Friedhof 1
52428 Jülich-Broich
Telefon: +49 (0) 2461 40674735
Telefax: +49 (0) 2461 40674777
E-Mail: info@charlys-erdbeerhof.de 
www.charlys-erdbeerhof.de 
www.diplanya.com 


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