Das flämische Handelsbilanzdefizit im Obstsektor ist doppelt so hoch wie im Jahr 2016

Der Obsthandel in Flandern weist ein Handelsdefizit von 530 Millionen Euro auf. Dies geht aus dem jährlichen Agrarhandelsbericht hervor, der einen Rückblick auf den Außenhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen auf der Grundlage von Daten der Belgischen Nationalbank und der Comext-Datenbank von Eurostat enthält.

97% des Handelsbilanzdefizits entfallen auf frisches Obst und 3% auf verarbeitetes Obst. Gegenüber 2016 hat sich das Defizit fast verdoppelt, da die Exporte um 4% gesunken und die Importe um denselben Prozentsatz gestiegen sind.

Flandern ist mit den Häfen Antwerpen und Zeebrugge ein wichtiger Knotenpunkt im weltweiten Obsthandel. Sie importieren beispielsweise exotische Früchte (Bananen, Kiwis, Ananas usw.) im Wert von 1,6 Milliarden Euro, exportieren aber auch 1,2 Milliarden dieser Produkte. Bei Fruchtsäften ist der Export (772 Millionen Euro) höher als der Import (667 Millionen Euro).

Bei frischem Obst fällt auf, dass Birnen das wichtigste Exportprodukt sind. Die Exporte belaufen sich auf 198 Millionen Euro, der Handelsüberschuss beträgt +172 Millionen Euro. Herausragend sind auch Erdbeeren mit einer Exportmenge von 148 Millionen Euro und einer Summe von +56 Millionen Euro. Das größte Handelsdefizit besteht bei exotischen Früchten und Zitrusfrüchten, die kaum oder gar nicht angebaut werden, aber in den letzten zwei Jahren ist auch bei Äpfeln ein fester Mangel entstanden (-48 Millionen Euro). Bei Trauben, Pfirsichen, Pflaumen und Kirschen sind die Importe ebenfalls deutlich höher als die Exporte.

Angesichts der Bedeutung von exotischem Obst und Gemüse für den Handel ist der Anteil der Länder außerhalb der EU am Importwert groß. 66% der frischen Früchte stammen aus dem Rest der Welt. Bei verarbeiteten Früchten sind dies 56%. Die wichtigsten außereuropäischen Lieferanten von Frischobst sind Kolumbien (339 Millionen Euro), Costa Rica (279 Millionen Euro), Neuseeland (234 Millionen Euro) und Ecuador (193 Millionen Euro). Innerhalb der EU sind die Niederlande (381 Millionen Euro) und Spanien (209 Millionen Euro) die Hauptlieferanten. Verarbeitetes Obst stammt hauptsächlich aus Brasilien (437 Millionen Euro), den Niederlanden (171 Millionen Euro) und Deutschland (120 Millionen Euro).

96% der Fruchtexporte verbleiben in der EU. Die Hauptmärkte für frisches Obst sind Deutschland (424 Millionen Euro), Frankreich (357 Millionen Euro) und die Niederlande (344 Millionen Euro). Bei den verarbeiteten Früchten gehören Frankreich (328 Millionen Euro), das Vereinigte Königreich (247 Millionen Euro) und Deutschland (175 Millionen Euro) zu den Top Drei.

Weitere Informationen finden Sie im flämischen Agrarhandelsbericht 2018 auf der Website der flämischen Regierung.

Quelle: Flämische Regierung


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