Pilzhof Nettetal sieht erfreuliche Zukunft für regionale Zuchtpilze

"Steigender Bedarf an mittelständischen, regional und flexibel agierenden Vermarktern"



Trotz der starken Konzentration des Marktgeschehens gebe es gerade in diesem Zeitalter der Regionalität uns Saisonalität einen interessanten Bedarf an lokalen und kleinstrukturierten Erzeugern. Auch am deutschen Pilzmarkt findet man einige regional agierende Unternehmen, wie der Pilzhof Nettetal: In unmittelbarer Nähe der deutsch-niederländischen Landesgrenze werden bereits seit vielen Jahren sowohl handelsübliche Champignons als auch exotische Pilze gezüchtet und vermarktet.


Dieter Dömges und Frank Goertz stehen zusammen am Ruder des Zucht- und Handelsbetriebs.

Insgesamt stecken über 60 Jahre Tradition hinter dem Erzeuger- und Handelsbetrieb. Angefangen hat der Vater des heutigen Geschäftsführers Frank Goertz damals mit vier Zuchtzellen: Derzeit werden die Pilze am Hauptstandort in Nettetal-Breyell in acht (Kühlräumen) Zuchträumen gezüchtet. Geerntet werden sie von Hand, wonach sie größtenteils an Privatkunden geliefert werden. Zudem wird eine eigenständige Handelssparte betrieben: Zur Unterstützung dieses Handelsunternehmens wurde vor vier Jahren unter dem Namen GoChamp ein Cash & Carry-Markt am naheliegenden Fresh Park Venlo eröffnet. „In diesem Bereich bieten wir jetzt saisonal beispielsweise auch Pfifferlinge, welche es bis in den Oktober hinein geben wird“, erläutert Dieter Dömges, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens.


Dieter Dömges in der Zuchtzelle

Er ergänzt: „Unsere eigenen Erzeugnisse liefern wir bis zu 80 Prozent über den Lebensmitteleinzelhandel an Privatkunden, der restliche Teil geht an Handelskunden sowie Wochenmarkthändler. Gut 100 Gaststätten komplettieren unseren Kundenstamm des Familienunternehmens.“ Die Eigenproduktion enthält insgesamt fünf Pilzsorten: Außer braunen und weißen Champignons werden Austernpilze, Kräuterseitlinge und Shiitake gezüchtet. „Bei Pilzexoten ist die Tendenz ganz klar steigend“, so Dömges. „Nicht nur der Bedarf an Austernpilzen steigt, sondern auch Shiitake und Kräutersaitlinge werden immer beliebter. Wir als Pilzzuchtbetrieb können vergleichsweise bei den Pilzexoten auch bessere Margen erzielen.“


Weiße Champignons auf Substrat.

Belieferung des regionalen LEH
Die regionalen Pilze haben sich im LEH etabliert und sind in etwa 50 regionalen Filialen der führenden Ketten gelistet. Der Bereich verzeichne laut Dömges schon ein interessantes Wachstumspotenzial: „Das Bild vom Herrn Goertz ist in vielen regionalen Rewe-Märkten sichtbar zur Betonung der regionalen Herkunft. Und noch gibt es ca. 50 Märkte im regionalen Umkreis die wir in naher Zukunft beliefern könnten. Ich bin auch der Meinung, dass es gerade im Frischehandel nach wie vor Bedarf an mittelständischen, regional und flexibel agierenden Vermarktern gibt. Nicht alles könnte schließlich über den Online-Handel abgewickelt werden“, so der Fachmann zur langfristigen Zukunft des Frischehandels.  


Braune Champignons: Manche werden später gepflückt und als Portobellos gehandelt.


Feine Sortierung
Der Gesamtertrag der Zuchtanlage beläuft sich auf ca. 5 Tonnen die Woche, von denen sind ca. 20 Prozent exotische Pilze. Das Hauptprodukt Champignons werden insgesamt in drei Sortierungen geliefert, erzählt Dömges. „Die übliche mittlere Sortierung hat einen Durchmesser von 4,5 bis 6 cm, die kleinere liegt zwischen 2,5 bis 4,5 cm. Wir bieten aber noch eine dritte, feinere Sortierung die es bei Großbetrieben nicht gibt. Diese haben einen Durchmesser von maximal 2,5 cm, werden aber im Vergleich zu den Mittleren zu deutlich höheren Preisen gehandelt.“


Austernpilze gehören zum Exotensortiment des Unternehmens.


Abgepackte Kräuterseitlinge im Lager.

Das gesamte Wachstum der Champignons nimmt ca. 10 bis 12 Tage in Anspruch, lediglich ein Teil der braunen Erzeugnisse bleiben länger stehen, bevor sie letztendlich als Portobello gepflückt werden dürfen. Momentan wird ca. 60 Prozent des Umsatzes noch mit weißen Champignons erzielt. „Ich glaube aber dass die Braunen da in wenigen Jahren vorne sein werden.“




Lieferfahrzeuge fahren die Erzeugnisse aus der Eigenproduktion zu regionalen Gaststätten.

Weitere Informationen:
Pilzhof Nettetal GmbH & Co. KG
GF: Dieter Dömges & Frank Goertz
Berg 17a, 41334 Nettetal
Telefon: +49 2153 971 778
Fax: +49 2153 971 779
E-Mail: info@pilzhof-nettetal.de 
www.pilzhof-nettetal.de 

Zweigniederlassung Fresh Park Venlo
Venrayseweg 114C
5928RH Venlo
+49 176 2416 8888
+49 160 9741 9724
www.gochamp.nl 


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