"Die Preise müssen angemessen sein, damit die polnischen Äpfel in Europa wettbewerbsfähig sind"

Der Arbeitskräftemangel und höhere Preise könnten für die polnische Apfelsaison schädlich sein. Obwohl das nach einer desolaten Situation klingt, hat ein Apfelexporteur aus Polen das Gefühl, dass die Saison nicht so schlimm sein wird, wie manche Erzeuger anscheinend denken. Laut ihm kann Polen, solange die Preise auf einem angemessenen Niveau gehalten werden können, dieses Jahr auf dem europäischen Markt mitspielen.

Obwohl die Volumina der polnischen Äpfel dieses Jahr signifikant sinken werden, ist Mohamed Marawan, CEO von Sarafruit, zuversichtlich, dass sie trotzdem eine große Menge liefern werden: „Sarafruit erwartet Lieferungen von circa 20.000 Tonnen Äpfeln dieses Jahr. Ägypten war immer einer der Hauptmärkte für den Export unserer Äpfel. Aber neben den niedrigeren Volumina dieses Jahr haben die Italiener auch einen Qualitätsaward mit Gala- und Golden-Äpfeln gewonnen. Das bedeutet, dass die polnischen Äpfel nicht wettbewerbsfähig sind, wenn die Preise höher sind als die der italienischen. Die Preise müssen diese Saison angemessen sein. Die Produzenten und Exporteure haben die niedrigeren Volumina in Polen bemerkt und denken, sie müssten darauf reagieren, indem sie die Preise anheben. Aber man darf den Vorteil der polnischen Äpfel nicht vergessen; ein wettbewerbsfähiger Preis. Wenn unsere Preise das italienische oder spanische Niveau erreichen, werden die polnischen Äpfel keine Chance auf eine gute Position auf den Exportmärkten haben, weil unsere Qualität einfach niedriger ist als die italienische.“

Die Qualität und Quantität der polnischen Äpfel wird ein echtes Problem sein, sagt Marawan. „Der Frost und das schlechte Wetter haben die Saison durcheinander gebracht, es wird eine ziemliche Herausforderung und das ist einfach die Realität, der wir uns stellen müssen. Mutter Natur wird für niemanden zur Seite treten. Wir warten momentan auf die Vorhersagen für die Apfelernte, in manchen Regionen werden große Mengen erwartet, während andere Regionen weniger produzieren wegen der letztjährigen Rekordernte und der Wetterprobleme, die ich gerade erwähnt habe. Aber Polen wird immer noch 3,5 Millionen Tonnen Äpfel produzieren, was keine schlechte Menge ist. Die Erzeuger müssen das nur realisieren.“

Eine der großen Herausforderungen der polnischen Apfelsaison könnte der Mangel an Saisonarbeitern sein. Letztes Jahr tauchten die üblichen, ukrainischen Obstpflücker nie auf, weil sie woanders bessere Gehälter finden. Laut Marawan ist das Ende dieses Problems noch nicht in Sicht. „Diese Situation ist ziemlich normal, weil jeder mit einem Job immer nach einem besseren Einkommen und Stabilität sucht. Natürlich tauchen immer noch manche Arbeiter auf, aber es sind nicht genügend. Die Erzeuger, mit denen ich zusammenarbeite, beschweren sich immer über diese Situation, aber was sollen wir machen?“ sagt Marawan abschließend.

Für mehr Informationen:
Mohamed Marawan
Sarafruit
Tel: +48 537 935 155
Email: office@sarafruit.eu  
www.sarafruit.eu  


Erscheinungsdatum:
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