Europäischer Kartoffelmarkt (Woche 34)

Kartoffelmarkt: "Der letzte Preisverfall war wie der Niederschlag - erheblich"

Europäische physische Märkte

Preisübersicht (Quelle: NEPG):

Belgien
Fiwap/PCA Marktbotschaft:

Frühe Industriekartoffeln: Ruhiger Markt, mit einer geringen Nachfrage der Fabriken, die immer noch mit ihren vertraglich vereinbarten Mengen arbeiten. Ein Teil der Exportnachfrage geht in die östlichen Länder. Das Angebot bleibt aufgrund des Überschusses (von guten Erträgen) und des bevorstehenden Übergangs zu anderen Sorten (Bintje, Innovator) für einige Käufer bestehen.

Preis für alle ankommenden Kartoffeln, 35 mm+, min 60% 50 mm+, min 360g/5kg PSE, lose, zum Frittieren, Export, ohne MwSt., Direktlieferung: hauptsächlich 10,00 €/q 

Auktionspreis/Verkauf von Roulers (Quelle: REO, über PCA): 19. August: Gewichteter Preis (rot und weiß) für die handverlesene Produktion: 0,33 €/ g ohne MwSt. Ca. 27 Tonnen.

Terminmarkt
EEX in Leipzig (€ / q) Bintje, Agria etc., 40 mm+, min 60% 50 mm+:

Niederlande
Die Preise sanken unter dem Einfluss des belgischen Marktes und der Wait-and-see-Politik der niederländischen Käufer. Die Preise der letzten Woche für Frühkartoffeln lagen je nach Sorte und Bestimmungsort zwischen 13,00 und 15,00 €/q. Beim Export gibt es ein wachsendes Interesse aus Polen und Rumänien, wo die Ernte fehlt (Dürre in Polen, übermäßige Regenfälle in Rumänien). Die tatsächlichen Mengen bleiben jedoch begrenzt. Der Preisverfall könnte jedoch den Handel in diese Länder ankurbeln. Afrika kauft derzeit kleine Mengen auf der Basis von 18 bis 23 €/q, die je nach Kaliber und Sorte zubereitet und verpackt sind.

Zwischenstichproben zeigen Erträge im Durchschnitt der Vorjahre, wobei die Erträge im Westen besser sind als im Osten der Niederlande.

Deutschland
Die frühe Kartoffelsaison ist fast vorbei. Der letzte Preisverfall war wie der Niederschlag: erheblich. Weltweit endet die Saison jedoch mit Preisen um die 35,00 €/q letzte Woche (und 33,00 €/q für weiches und mehliges Fleisch). Der Handel mit Säcken nach Osteuropa ist gut, besonders nach Rumänien und Polen, wo es sehr schlechte Ernten gab.

Auf dem Verarbeitungsmarkt sind die Preise leicht gesunken, wobei die frühen Industriekartoffeln zwischen 10,00 und 11,00 €/q und Zorba zwischen 11,00 und 12,00 €/q liegen.

Bio-Kartoffeln: Der Preis für Bio-Kartoffeln ist höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres, ebenso wie die Nachfrage. Letzte Woche lagen die Preise bei rund 75,00 €/q. Auf den ersten Blick liegen die Renditen zwischen „etwas niedriger als im Vorjahr“ und „dem Durchschnitt entsprechend“. Die Verkäufe sind gut, und die Entwicklung der Bio-Kartoffeln in Billig-Supermärkten (Lidl, Penny, Aldi) hat den Konsum angekurbelt. Zwischen 5 und 10% aller, in diesen Geschäften verkauften Kartoffeln sind Bio-Kartoffeln. Die Qualität ist im Allgemeinen gut, obwohl es Probleme mit dem Drahtwurm gab. Im Südosten (Bayern) und noch mehr in Österreich, wo es stärker regnete, wurden stellenweise Probleme in Hinsicht auf den Mehltau gemeldet.

Großbritannien
Durchschnittspreis AHDB auf freien Märkte in Woche 32 (bis 9. August): 21,64 €/q (alle Märkte, alle Sorten).

Der Exporthandel nach Polen hat sich in der vergangenen Woche verlangsamt. Die Importeure warten, während sich das Angebot in Deutschland und Frankreich entwickelt und die lokalen Ernten beginnen. Die Exportpreise lagen zwischen 12,00 und 18,00 €/q, je nach Kaliber und Sorte. Die Industrie kauft auf dem freien Markt sehr wenig, weil sie vertraglich vereinbarte Mengen hat. Die Richtpreise liegen zwischen 14,50 und 15,75 €/q, und bis zu 22 €/q für die großen Kaliber für Schäler. Die Nachfrage nach den frischen Inlandsmärkten gilt als 'sehr niedrig' und die Preise gehen tendenziell zurück.

Die Entwurzelung wurde im Nordwesten in den Regionen unterbrochen, in denen Mitte der Woche mehr als 25 mm an einem Tag fielen.

Rumänien
Sehr schlechte Ernte in Sicht (Quelle: VTA). Die Monate Mai und Juni waren außergewöhnlich regnerisch, was die Ernte beeinträchtigte. Die Beobachter sagen eine sehr mittelmäßige Ernte und eine schlechte Qualität bei der Lagerung voraus. Die Anbauflächen sind in den letzten Jahren regelmäßig zurückgegangen, bevor sie in diesem Jahr erstmals seit 2011 wieder leicht gestiegen sind (+7.000 ha) und 176.000 ha erreichen. Die erwartete Produktion wird auf nur 2,3 Millionen Tonnen geschätzt, verglichen mit 3 Millionen Tonnen im Jahr 2018. Bereits im vergangenen Jahr musste Rumänien 200.000 Tonnen importieren, weil die eigene Ernte nicht ausreichte, um den heimischen Bedarf zu decken. Das Importpotential könnte in diesem Jahr 1 Million Tonnen erreichen.


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