An zweiter Stelle liegen Lidl und Edeka

"Größte Obstmenge in Deutschland von Aldi verkauft (19%)"

Der Vorsitzende des Comité Fruit, Peter van Osch von der Versteigerung Zaltbommel, erläuterte in seiner Eröffnungsrede des Mitgliedertreffens von GroentenFruit Huis zunächst den Export in neue Märkte, die sich in den letzten Jahren geöffnet haben, wie Brasilien, China, Indien, Vietnam, Kolumbien und Mexiko für Birnen und Vietnam, Indien, Kolumbien und Südafrika für Äpfel. Vor allem der Apfelexport nach Indien, der im Jahr 2017 vielversprechend schien, fiel im Jahr 2018 auf null zurück. Dies hatte übrigens mit der Marktsituation zu tun. Anfang 2019 begann der Export wieder.


Peter van Osch

Derzeit wird an Dossiers zum Marktzugang für Äpfel in China gearbeitet, für die bereits eine Liste von Schädlingen und Krankheiten erstellt und die Parzellen auch angemeldet wurden. Ende 2019 wird ein Treffen auf hoher Ebene stattfinden, wonach im besten Fall Ende 2019 ein Protokoll unterzeichnet werden kann. Der Marktzugang für Äpfel und Birnen in Thailand - an das in diesem Monat ein Schreiben zur Überwachung der Anbau- und Exportkontrollen gesendet wurde - und Südafrika für Birnen - wo derzeit das Marktpotenzial von Unternehmen ermittelt wird - steckt noch in den Kinderschuhen.

Desweiteren wies der Vorsitzende kurz auf die vorangegangene Sitzung hin, bei der Unternehmen ihr Geld fiktiv auf Dossiers setzen konnten, auf die das Komitee ihrer Meinung nach setzen sollte. Danach trat ausdrücklich der Wunsch zur Förderung von Hartobst in ferne Ländern und Weichobst auf dem heimischen Markt in den Vordergrund. Zwischendurch bemerkte Peter, dass der Einsatz von fiktivem Geld doch etwas anderes ist als echtes Geld, da die Euros für eine notwendige Werbekampagne noch nicht gesammelt wurde.


Richard Schouten

Richard Schouten, Direktor von GroentenFruit Huis, erläuterte anschließend die Aktivitäten der Vertreter. Er verwies auf das geschlossene Gartenbauabkommen und die Lobbyarbeit im Vorfeld der bevorstehenden Brexit-Frist. "Es ist immer noch spannend um den Brexit. Glücklicherweise sind wir als Obst- und Gemüsesektor es gewohnt, in Drittländer zu exportieren, und wir wissen, wie es ist, mit den phytosanitären Anforderungen zu arbeiten. Wir erwarten, dass die sogenannte Green lane (grüne Reihe) mit einer verschobenen Grenzkontrolle für niederländische und europäische Produkte, eine gute Lösung darstellen würde.


Wilko van den Berg

Wilco van den Berg, verantwortlich für die Marktanalyse von GroentenFruit Huis und Sekretär des Komitee Fruit, erläuterte die Entwicklung der Obstverkäufe auf dem niederländischen, deutschen und polnischen Markt. In den Niederlanden sind Äpfel, Bananen und Orangen immer noch die Top 3 der am meisten gekauften Früchte, aber diese Einkäufe stehen unter Druck. Die im Jahr 2018 verkaufte Obstmenge war um 4% niedriger, aber der Preis war um 8% höher als im Vorjahr. Weichobst machte ein enormes Wachstum durch.  Innerhalb von fünf Jahren stieg das Volumen um fast 30% und die Ausgaben sogar um 77%. Die Ausgaben für Himbeeren waren 2018 sogar zwölfmal höher als 2013.

In Deutschland zeigte sich ein ähnlicher Trend mit weniger verkauften Kilogramm, aber stabilen Ausgaben. Der Rückgang der Apfelverkäufe in Deutschland ist noch stärker. Von Avocados wurden im Jahr 2018, obwohl sie in diesem Jahr billiger waren, nicht weniger als 44 Millionen Kilogramm verkauft, hauptsächlich von jungen Käufern, während Papayas bei älteren Menschen beliebt sind. Aldi verkauft die größte Obstmenge in Deutschland (19%), gefolgt von Lidl und Edeka (beide 13%). Wertmäßig zeigten jedoch vor allem Edeka und Rewe einen Anstieg.

Zum ersten Mal hat GroentenFruit Huis auch Daten über den polnischen Obstmarkt gesammelt, wo das im Jahr 2018 gekaufte Volumen im Vergleich zu 2013 um etwa 2% gestiegen ist, die Ausgaben jedoch um 20% höher waren. Äpfel wurden in diesem großen Apfelproduktionsland im vergangenen Jahr jedoch deutlich weniger verkauft (-19%). Die Herausforderungen für den Export nach Polen für niederländische Exporteure sind im Durchschnitt die erheblich niedrigeren Preis für Obst und die Handelslandschaft, die nach Biedronka, Lidl und Kaufland ein extrem fragmentiertes Angebot an kleineren Spieler aufweist, erklärte Wilco den Anwesenden.


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