Streik in Dünkirchen und Calais geht weiter

Spediteure weigern sich LKWs nach Großbritannien zu schicken

Die französischen Zollbeamten in Calais und Dünkirchen setzen ihre Proteste fort, um zu zeigen, was nach dem Brexit passieren wird, wenn es darum geht, die Kontrollen für die Überquerung des Kanals zu verstärken. Man sagt, Frankreich ist noch nicht bereit für den Brexit. Die Proteste begannen Anfang dieser Woche und haben zu enormen Verzögerungen geführt, da LKWs in Staus von mehreren Kilometern stecken geblieben sind und einige LKWs von der französischen Polizei gezwungen wurden, in Belgien zu warten. Die Situation verursacht große Probleme für den europäischen Obst- und Gemüsesektor.

Zu riskant für Exporteure
Peter Davis von Davis Worldwide sagte: "Es wird nicht erwartet, dass die am Mittwoch verladenen Waren vor Sonntag in Großbritannien ankommen und alles, was heute verladen wird, wird erst in 5 bis 6 Tagen hier ankommen. Nicht nur die Verspätungen sind das Problem, einige Spediteure weigern sich jetzt auch, Lastwagen nach Großbritannien zu schicken. Es gibt noch ein zusätzliches Problem und zwar die stillstehenden LKWs auf den Autobahnen nach Calais, die von Mirganten belagert werden. Exporteure werden nicht das Risiko eingehen, dass sie in Großbritannien ankommen und die Migranten in ihren Trucks finden. Dies bedeutet nämlich auch, dass das Produkt, was eigentlich transportiert werden sollte, zerstört ist und das Unternehmen auch vom britischen Zoll bestraft wird."

Peter sieht dies als einen Vorgeschmack darauf, was passieren wird, nachdem Großbritannien Europa verlassen hat, höchstwahrscheinlich ohne einen Deal, da nur noch noch 2 ½ Wochen übrig sind und noch nichts entschieden ist.

Mangel an LKWs, die nach Großbritannien fahren
Französischer Apfelexporteur Cofruid'Oc: "Wir stehen vor einem Mangel an LKWs, die nach Großbritannien fahren, weil die Rotation viel langsamer ist als sonst", sagt Philippe Jean, kaufmännischer Leiter des Unternehmens. "Das hat bereits seit einigen Tagen zu erheblichen Lieferverzögerungen geführt. Es ist immer ärgerlich, wenn man die Lieferpläne ändern muss. Darüber hinaus wenden sich einige Spediteure vom Vereinigten Königreich ab und bevorzugen andere Ziele. Dies trägt dazu bei, dass es an LKWs mangelt, die noch für den Transport nach Großbritannien zur Verfügung stehen.

"Heute hätten wir einen LKW beladen sollen, der für die Lieferung unserer Produkte in Großbritannien vorgesehen war. Gestern rief mich die Spedition an, um zu sagen, dass sie keine LKWs zur Verfügung haben."


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