Dr. Egon Treyer, Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG:

„Aufgrund des bisherigen Konsums, werden deutsche Xenia®-Birnen wohl im April ausverkauft sein“

Die Kernobsternte fiel im vergangenen Herbst besonders üppig aus. Auch im Bereich Birnen sind die Lagerbestände erfreulich, sowie auch der aktuelle Konsum. Größte Auffälligkeit sei aber die rasche Entwicklung der Produktion der Sorte Xenia®. Vor acht Jahren wurden die ersten Hektare dieser lizenzierten Züchtung angepflanzt. Aktuell umfasst der Marktanteil bereits ein Viertel des offiziell im Januar erfassten Birnenbestandes in Deutschland. Förderer der ersten Stunde und Geschäftsführer der Marktgemeinschaft Bodenseeobst e.G. – Dr. Egon Treyer – kommentiert die Erfolgsgeschichte.

Kernobstproduzent Alexander Martin / Bilderquelle: OGM Eriskirch  

Jetziger Stand
Die Lagerbestände an Birnen in Deutschland belaufen sich aktuell auf 4.800 Tonnen, wovon 1.400 Tonnen Xenia®-Birnen sind. „Der Anteil am gesamten Birnenmarkt ist also schon relativ groß“, erläutert Treyer. „Letztes Jahr hatten wir wegen des Frostes nur 800 Tonnen. Damals war das Ziel in ca. 2-3 Jahren einen Gesamtertrag von 3.000 Tonnen zu haben. Wir gehen davon aus, dass wir dies bei hoffentlich einmal wieder normaler Witterung auch erreichen werden.“

Xenia®-Birnen als Handelsware / Bilderquelle: OGM Eriskirch   

Seit Anfang der Birnenkampagne erfreut man sich am stetigen Abverkauf im Handel. „Unmittelbar nach der Ernte bis Weihnachten hat man noch einen hohen Selbstversorgungsgrad aus Streuobstwiesen und Hausgärten gespürt. Trotzdem haben wir in den ersten 12 Wochen schon einen wesentlichen Teil des Gesamtertrags platzieren können. Mit dem jetzigen Stand, bzw. aufgrund des bisherigen Konsums, werden wir wohl im April ausverkauft sein.“

(li. nach re.) Obstproduzenten B. Sc. Gartenbau Alexander und Heinz Martin / Bilderquelle: OGM Eriskirch 

Einzigartige Produkteigenschaften
Vor ca. acht Jahren wurden die ersten Xenia®-Bäume im Bodenseekreis angepflanzt. Vor allem der Geschmack, die Konsistenz, sowie die Ertragssicherheit haben einige Erzeugerorganisationen und deren Mitglieder damals überzeugt. „Obwohl die Optik vielleicht nicht die größte Stärke der Xenia® ist, sind die anderen Eigenschaften – die für den Produzenten sowie den Konsumenten die wichtigeren sind – besser als alle übrigen Neuzüchtungen im Birnenbereich. Gegenüber den Äpfeln ist das Sortiment bei den Birnen nicht gar so breit gefächert und hat eine neue Sorte, die durch ihre Genetik optisch nicht perfekt ist, dennoch die Möglichkeit sich am Markt gut zu etablieren. Letztendlich spüren wir, dass die Konsumenten langfristig tatsächlich den Geschmack zu schätzen weiß. Nicht der einmalige Kauf einer Birne, sondern der wiederholte Kauf ist entscheidend für den Erfolg einer Sorte.“

Bilderquelle: OGM Eriskirch  

Die Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG betreut als Lizenzinhaber die Produktion und Vermarktung der Xenia-Birnen in Deutschland. VEOS Vertriebsgesellschaft für Obst, WOG Raiffeisen eG, VOG Ingelheim, Bio Obst Münch gehören als Lizenznehmer zu den Vertragspartnern in Sachen Xenia® Anbau und Vertrieb. Vermarktet werden die Erzeugnisse in Süddeutschland gemeinsam, zu Gunsten des langfristigen Absatzes im Handel. Treyer: „Alles geht hier durch die Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft und wir sind daher keine Konkurrenten. Das ist für alle Beteiligten ein großer Vorteil.“

Bilderquelle: OGM Eriskirch  

Ausgezeichnete Kontinuität
Der Obstgroßmarkt Eriskirch Josef Spanagel kümmert sich am Bodensee als Dienstleister um die Lagerung, Sortierung und Verpackung sowie die Belieferung von Groß- und Einzelhandelskunden. Auch hier macht sich das steigende Interesse für die Xenia®, sowie deren ausgezeichnete Qualität bemerkbar, bestätigt Verkaufsleiter Helmut Willauer. „Kunden die einmal Xenia®-Birnen im Sortiment führen, ändern die Sorte meist nicht mehr. Über die ganze Saison hinweg – von Ende Oktober bis Mitte Mai – stellt die Sorte rein geschmacklich auch eine ausgezeichnete Kontinuität dar. Dadurch lässt sie sich im Endeffekt sehr gut vermarkten. Dieses Jahr haben wir ausgesprochen gute Erträge. Wir sortieren und vermarkten kontinuierlich. Wegen des hohen Konsums erwartet man nicht, dass man die Kampagne erst im Mai beendet, sondern schon im April."

Weitere Informationen:
Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG
GF: Dr. Egon Treyer 
Albert-Maier-Str. 6
88045 Friedrichshafen
Telefon: +49 (7541) 5010-10
Telefax: +49 (7541) 5010-88
E-Mail: e.treyer@mg-bodenseeobst.de 
www.bodenseeobst.com 

Obstgroßmarkt Eriskirch
Josef Spanagel GmbH
Obst vom Bodensee-Weg 1
88097 Eriskirch
Telefon:   07541 / 9704-0
Fax:         07541 / 8496
E-Mail:      vertrieb@spana-frucht.de
www.obstgrossmarkt-spanagel.jimdo.com   


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